Safer Internet Day am 10. Februar
Der Safer Internet Day am 10. Februar macht auf die Gefahren für Kinder und Jugendliche im Netz aufmerksam. Studien belegen, dass junge Menschen online immer öfter mit Fake News oder Beleidigungen konfrontiert sind. Die SozialstiftungNRW fördert deshalb gezielt modellhafte Lösungen, die diesem gefährlichen Trend entgegenwirken. Projekte wie „SafeSurf“ in Köln oder „TESDIGO“ im Kreis Wesel und in Krefeld sind in Schulen sehr gefragt.
Köln/Krefeld/Wesel. Mehr als zwei Drittel der Jugendlichen sind im Internet mit Beleidigungen oder Fake News konfrontiert. Das fand die Ende vergangenen Jahres veröffentlichte JIM-Studie heraus. Zugleich stellen Pädagoginnen und Pädagogen häufig fest, dass junge Menschen wenig Bewusstsein für die Gefahren im Netz haben und nicht wissen, wie sie sich schützen können. Hier setzt das Projekt „SafeSurf – sichere Teilhabe in digitalen Räumen“ des Caritasverbandes für die Stadt Köln an, das die SozialstiftungNRW mit knapp 99.000 Euro fördert. Es bietet Schulen und Jugendeinrichtungen Workshops zu Themen wie Cyber-Mobbing und Cyber-Grooming, digitale Abzocke oder Fakes im Netz an. Zielgruppe sind junge Menschen im Alter von 13 bis 21 Jahren, die unter benachteiligenden Bedingungen aufwachsen.
„Projekt hat einen Nerv getroffen“
„Das Projekt hat gezündet. Wir haben damit einen Nerv getroffenf“, berichtet Claudia Metternich, Leiterin des Leistungsbereichs Jugend und berufliche Integration bei der Caritas Köln. Die Nachfrage sei so groß gewesen, dass es eine Warteliste gebe. Innerhalb eines Jahres seien in 21 Workshops rund 250 Jugendliche erreicht worden. Gefragt seien vor allem Workshops zu den Themen Fake News und Cyber Grooming, aber auch zu KI und personenbezogenen Daten im Netz. Die Jugendlichen lernen zum Beispiel in Quizz-Spielen den Unterschied zwischen KI-generierten und echten Fotos. Oder sie arbeiten mit einem Recherchetool zur Erkennung von Fake News. Lehrerinnen und Lehrer lobten an dem Programm vor allem die schülergerechte Vermittlung des Themas auf Augenhöhe, sagt Projektleiter Raoul Braus.
Digitaler Führerschein für Grundschulkinder im Kreis Wesel und in Krefeld
Erfolgreich ist auch das Modellprojekt „TESDIGO – Teihabe stärken – digital und gesellschaftlich an der OGS“, das die SozialstiftungNRW mit knapp 100.000 Euro unterstützte. Das Konzept setzt präventiv an, indem es die Sicherheit von OGS-Kindern im Umgang mit Online-Angeboten fördert und das pädagogische Personal schult. Die OGS-Mitarbeiterinnen hatten festgestellt, dass schon in der Grundschule viele Kinder problematischen Inhalten in Sozialen Medien ausgesetzt sind, sagt Uta Schumann von der Internationaler Bund West gGmbH (IB West). Der Träger betreibt sechs OGS in Wesel, Moers, Dinslaken und Krefeld, an denen ein Jahr lang Kinder spielerisch einen sicheren Umgang im Netz einübten. Am Ende machten sie einen Digitalen Führerschein. Das Projekt sei so erfolgreich gelaufen, dass es nach der einjährigen Modellphase nun auf weitere OGS ausgeweitet werden solle, erklärt Projektleiterin Beate Apostel.
Die Sozialstiftung fördert über das Sonderprogramm „Digitale Teilhabe stärken“ gezielt die digitale Bildung junger Menschen.
Zum Hintergrund: Informationen zur SozialstiftungNRW
Die SozialstiftungNRW – mit gesetzlichem Namen Stiftung Wohlfahrtspflege NRW – ist eine Stiftung öffentlichen Rechts des Landes Nordrhein-Westfalen. 1974 als Sozialstiftung gegründet, erhält sie jährlich 24,5 Millionen Euro aus den Erlösen der Spielbanken in Nordrhein-Westfalen sowie rund 1,1 Millionen Euro aus den Lotterie- und Wetteinnahmen. Damit finanziert sie soziale Projekte der gemeinnützigen Träger der freien Wohlfahrtspflege und ermöglicht die Umsetzung innovativer Ideen. Bis heute hat sie rund 8.700 Vorhaben mit einer Fördersumme von einer Milliarde Euro unterstützt. Über die Auswahl der Projekte entscheidet der zehnköpfige Stiftungsrat. Er besteht zur Hälfte aus Parlamentariern, die vom NRW-Landtag entsandt werden. Jeweils zwei Mitglieder stellen die Spitzenverbände in der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege NRW sowie das Sozialministerium. Ein weiteres Mitglied stellt das Finanzministerium.
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Schutzschild statt Bremser
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Mehr erfahrenVerbund der sozial-kulturellen Migrantenvereine Dortmund e.V. erhält Zuwendung für die Erstausstattung eines interkulturellen Zentrums für Begegnung, Beratung und psychomotische Angebote
93.200 Euro für Interkulturelles Zentrum im Unionviertel
SozialstiftungNRW übergibt Förderbescheid an Verbund der sozial-kulturellen Migrantenvereine Dortmund e.V.
Die SozialstiftungNRW fördert die Erstausstattung eines neuen Interkulturellen Zentrums für Begegnung, Beratung und psychomotorische Angebote im Stadtbezirk Innenstadt-West mit 93.200 Euro. Den Bescheid überreichte Marco Schmitz, MdL Stiftungsratsvorsitzender der SozialstiftungNRW, an Herrn Dr. Kosan, Geschäftsführer des VMDO e.V.
Dortmund. „Mit dieser Förderung schaffen wir die Grundlage für einen lebendigen Ort der Begegnung, der Integration stärkt und bürgerschaftliches Engagement fördert“, erklärte Marco Schmitz am Donnerstag bei der feierlichen Übergabe des Förderbescheids. Mit dem Neubau entsteht in Dortmund, Zur Vielfalt 13, eine vollständig barrierefreie Begegnungsstätte für Menschen unterschiedlicher Kulturen. Der Bau des fünfgeschossigen Gebäudes wurde bereits von der Stiftung gefördert; die nun bewilligten Mittel fließen in die Ausstattung der drei oberen Etagen mit rund 940 Quadratmetern Nutzfläche. Im Erdgeschoss und Souterrain entsteht eine vierzügige Kindertagesstätte mit separatem Eingang, die nicht Teil der Förderung ist.
Begegnung, Beratung und Engagement
Herzstück des Zentrums ist das 78 Quadratmeter große Kultur- und Begegnungscafé. Hier finden Seniorentreffen, Elterncafés und Frauenfrühstücke ebenso statt wie Spielenachmittage und kulturelle Veranstaltungen von Migrantenvereinen. Drei Beratungsräume sowie flexibel nutzbare Gruppenräume für Workshops, Fortbildungen und Vereinsarbeit ergänzen das vielfältige Angebot. Die Förderung ermöglicht die Anschaffung von Mobiliar, IT-Medientechnik sowie barrierefreien Ausstattungselementen – von höhenverstellbaren Möbeln bis zu visuellen Leitsystemen.
Psychomotorik und kreative Angebote
Im Dachgeschoss entsteht ein psychomotorisches Zentrum mit großem Bewegungsraum, Kreativbereich und Snoezelen-Raum mit Licht-, Klang- und Temperaturelementen für sensorische Entspannung. Das Angebot richtet sich insbesondere an Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung, Kinder und Jugendliche mit erhöhtem Förderbedarf sowie an Ehrenamtliche, Vereine und Initiativen. Geschäftsführer Dr. Kosan betonte: „Dank der großzügigen Unterstützung der SozialstiftungNRW können wir die Räume nun so ausstatten, dass vielfältige kulturelle, soziale und therapeutische Angebote unter einem Dach möglich werden. Wir schaffen hier einen offenen, barrierefreien Ort für Austausch und Förderung.“
Die SozialstiftungNRW freut sich mit dieser Förderung einen wichtigen Beitrag zu gesellschaftlicher Teilhabe, Integration und kultureller Vielfalt zu leisten.
Zum Hintergrund:
Informationen zur SozialstiftungNRW
Die SozialstiftungNRW – mit gesetzlichem Namen Stiftung Wohlfahrtspflege NRW – ist eine Stiftung öffentlichen Rechts des Landes Nordrhein-Westfalen. 1974 als Sozialstiftung gegründet, erhält sie jährlich 24,5 Millionen Euro aus den Erlösen der Spielbanken in Nordrhein-Westfalen sowie rund 1,1 Millionen Euro aus den Lotterie- und Wetteinnahmen. Damit finanziert sie soziale Projekte der gemeinnützigen Träger der freien Wohlfahrtspflege und ermöglicht die Umsetzung innovativer Ideen. Bis heute hat sie rund 8.700 Vorhaben mit einer Fördersumme von einer Milliarde Euro unterstützt. Über die Auswahl der Projekte entscheidet der zehnköpfige Stiftungsrat. Er besteht zur Hälfte aus Parlamentariern, die vom NRW-Landtag entsandt werden. Jeweils zwei Mitglieder stellen die Spitzenverbände in der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege NRW sowie das Sozialministerium. Ein weiteres Mitglied stellt das Finanzministerium.
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Die Evangelische Kirchengemeinde Lendringsen erhält Zuwendung für die Ausstattung für das neu errichtete Stadtteilhaus in Menden-Lendringsen
SozialstiftungNRW fördert Quartiersentwicklung in Menden-Lendringsen mit 57.700 €
Förderbescheid der SozialstiftungNRW an die Evangelische Kirchengemeinde Lendringsen übergeben
Das neu errichtete Stadtteilhaus des Evangelischen Lebenszentrums Lendringsen in Menden erhält eine umfangreiche Ausstattung. Die SozialstiftungNRW unterstützt das Projekt mit 57.700 Euro.
Menden. Auf dem Gelände des ehemaligen Gemeindehauses dient das neu errichtete Stadtteilhaus als neuer Quartiersraum für die Menschen im Mendener Süden. Der Stiftungsratsvorsitzende der SozialstiftungNRW, Herr Marco Schmitz, MdL übergab der Evangelischen Kirchengemeinde als Betreiber des Quartierszentrums am Donnerstag den Förderbescheid über 57.000 Euro. Die Förderung wurde für die Ausstattung des Stadtteilhauses bewilligt.
„Wir freuen uns, dass Projekt mit 57.700 Euro zu fördern“, sagte Marco Schmitz bei der Übergabe des Förderbescheids. „Für die Menschen im Mendener Süden entstehen hier neue Begegnungsmöglichkeiten und zahlreiche Freizeitangebote. Das inklusive, generationsübergreifende und interkulturelle Haus soll Raum für Kultur, Unterstützung und Austausch bieten. Das Konzept des Quartierszentrums hat uns überzeugt. Gerne tragen wir mit der Förderung dazu bei, eine zentrale und barrierefreie Anlaufstelle im Stadtteil zu schaffen.“
Gemeinschaft schafft Lebensqualität
Mit der Förderung der SozialstiftungNRW können die Räume im Stadtteilhaus mit Mobiliar, Geschirr, Kursmaterialien sowie technischem Equipement ausgestattet werden, so dass ein umfangreiches Angebot für die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils möglich ist. Durch den Mix an vielseitigen Angeboten im Bereich Kultur, Beratung, Begegnung und Unterstützung sollen sich Menschen aller sozialer Schichten, unterschiedlicher Altersgruppen und Herkunft angesprochen fühlen.
Herr Pfarrer Dr. Corzilius freut sich sehr über die Förderung der Projekte duch die Sozialstiftung NRW: „Mit dem Evangelischen Lebenszentrum Lendringsen entsteht ein Ort offener Türen, niederschwelliger Begegnung und wirksamer Unterstützung für Menschen in Lendringsen, Menden und darüber hinaus. Das Lebenszentrum ist das Ergebnis eines konsequenten kirchlichen Transformationsprozesses, mit dem wir - als Lendringser Kirchengemeinde - unseren sozialdiakonischen Schwerpunkt zum Wohl der Menschen in Quartier und Sozialraum konsequent und beharrlich weiterentwickeln. Der Stiftung Wohlfahrtspflege und dem Land Nordrhein-Westfalen sind wir als Projektakteure von Herzen dankbar. Mit den Fördermitteln werden wir in die Lage versetzt, Menschen in einem höchst attraktiven und modernen Haus willkommen zu heißen. Gemeinsam wollen wir hier ein Lern- und Lebensmodell entwickeln, das wirksame Akzente gegen Armut, Einsamkeit und soziale Entfremdung setzt.“
Die SozialstiftungNRW:
Die SozialstiftungNRW – mit gesetzlichem Namen Stiftung Wohlfahrtspflege NRW – ist eine Stiftung öffentlichen Rechts des Landes Nordrhein-Westfalen. 1974 als Sozialstiftung gegründet, erhält sie jährlich 24,5 Millionen Euro aus den Erlösen der Spielbanken in Nordrhein-Westfalen sowie rund 1,1 Millionen Euro aus den Lotterie- und Wetteinnahmen. Damit finanziert sie soziale Projekte der gemeinnützigen Träger der freien Wohlfahrtspflege und ermöglicht die Umsetzung innovativer Ideen. Bis heute hat sie rund 8.700 Vorhaben mit einer Fördersumme von einer Milliarde Euro unterstützt. Über die Auswahl der Projekte entscheidet der zehnköpfige Stiftungsrat. Er besteht zur Hälfte aus Parlamentariern, die vom NRW-Landtag entsandt werden. Jeweils zwei Mitglieder stellen die Spitzenverbände in der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege NRW sowie die zuständigen Landesministerien.
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Kölner Theater-Projekt bringt Jugendliche unterschiedlicher Herkunft zusammen
In Zeiten von Social Media und KI sind unmittelbare Begegnungen und Erfahrungen für viele Kinder und Jugendliche selten geworden. Das Theater- und Zirkuspädagogische Zentrum LATIBUL in Köln startet nun ein inklusives Projekt, das Jugendliche unterschiedlicher Herkunft für gemeinsame Theater- und Zirkusproduktionen zusammenbringt. Die SozialstiftungNRW fördert das Vorhaben mit knapp 460.000 Euro.
Köln. Knapp vier Stunden täglich verbringen Jugendliche im Durchschnitt am Smartphone.* Unmittelbare Begegnungen und die konstruktive Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Lebensstilen und Meinungen bleiben dabei oftmals auf der Strecke. Genau diese Erfahrung bieten Kinder- und Jugendtheater jungen Menschen an. Darauf macht der Welttag der Kinder- und Jugendtheater am 20. März aufmerksam.
Projekt ab dem 25. März an Kölner Schulen
Das Theater- & Zirkuspädagogische Zentrum LATIBUL in Köln hat nun das breit angelegte inklusive Projekt „Brückenräume und Begegnungsorte – Vielfältige Gesellschaft“ gestartet, das Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Herkunft sowie mit und ohne Behinderung zusammenbringt. Ab dem 25. März stellt LATIBUL in einem ersten Schritt sein Projekt an Kölner Schulen vor. Dafür wurde ein Parcours zum Thema „Begegnung“ entwickelt. An den Stationen können die Schülerinnen und Schüler etwa Rhythmus in Bewegung umsetzen, Podcasts aufnehmen oder eigene Texte schreiben. Ziel ist es, Jugendliche unterschiedlicher gesellschaftlicher Schichten für Theater- und Zirkusproduktionen zum Thema „Vielfalt und Miteinander“ zu gewinnen. Ab April sollen Jugendliche auch durch Workshops im öffentlichen Raum angesprochen werden, etwa in Stadtparks. „Wir wollen durch dieses Projekt diverser werden“, erklärt die Geschäftsführerin und Künstlerische Leiterin des LATIBUL, Éva Adorján. Die SozialstiftungNRW unterstützt das Projekt im Rahmen ihres Sonderprogramms „Förderung vielfältige Gesellschaft“, das sich gegen Diskriminierung und für das Zusammenleben verschiedener Gesellschaftsgruppen einsetzt.
Theater fördert Teamfähigkeit und Empathie
Im Laufe des dreijährigen Projekts sollen Jugendliche Teams bilden, die unter pädagogischer Anleitung gemeinsam künstlerische Formate entwickeln. Darunter zum Beispiel Theater- oder Zirkusvorstellungen, Choreografien oder Kurzfilme. Das Projekt schließt mit einem dreitägigen öffentlichen Festival auf dem Gelände des LATIBUL in Köln-Riehl zum Thema „Vielfalt und Miteinander" ab. Theater fördere nicht nur Teamfähigkeit, Konzentration und Empathie, sagt Adorján. „Gerade in der heutigen Zeit brauchen Kinder und Jugendliche Räume, in denen sie ansprechen können, was sie beschäftigt und in denen sie Gedanken entwickeln“,
Der von der Internationalen Vereinigung der Kinder- und Jugendtheater ASSITEJ (Association Internationale du Théâtre pour l´Enfance et la Jeunesse) veranstaltete Welttag der Kinder- und Jugendtheater findet seit 2001 jedes Jahr am 20. März statt. Er setzt sich für das Recht junger Menschen auf Zugang zu hochwertigen Theater- und darstellenden Kunsterlebnissen ein. Allein in Nordrhein-Westfalen gibt es rund 20 Kinder- und Jugendtheater mit festen Spielstätten.
*Quelle: JIM-Studie Jugend, Information, Medien 2025
Informationen zur SozialstiftungNRW:
Die SozialstiftungNRW – mit gesetzlichem Namen Stiftung Wohlfahrtspflege NRW – ist eine Stiftung öffentlichen Rechts des Landes Nordrhein-Westfalen. 1974 als Sozialstiftung gegründet, erhält sie jährlich 24,5 Millionen Euro aus den Erlösen der Spielbanken in Nordrhein-Westfalen sowie rund 1,1 Millionen Euro aus den Lotterie- und Wetteinnahmen. Damit finanziert sie soziale Projekte der gemeinnützigen Träger der freien Wohlfahrtspflege und ermöglicht die Umsetzung innovativer Ideen. Bis heute hat sie rund 8.700 Vorhaben mit einer Fördersumme von einer Milliarde Euro unterstützt. Über die Auswahl der Projekte entscheidet der zehnköpfige Stiftungsrat. Er besteht zur Hälfte aus Parlamentariern, die vom NRW-Landtag entsandt werden. Jeweils zwei Mitglieder stellen die Spitzenverbände in der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege NRW sowie das Sozialministerium. Ein weiteres Mitglied stellt das Finanzministerium.
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244. Stiftungsratssitzung
Mehr erfahrenSozialstiftungNRW fördert zwei Modellprojekte im Kreis Wesel
Hamminkeln/Dinslaken. Der Stiftungsratsvorsitzende der SozialstiftungNRW, Marco Schmitz, MdL, übergab am Freitag die Förderbescheide für die beiden Projekte an den Caritasverband für die Dekanate Dinslaken und Wesel.
Zukunftsmodell für die stationäre Pflege in Marienthal
In Marienthal ermöglicht die SozialstiftungNRW die Durchführung eines Planungswettbewerbs für den Neubau eines modellhaften Altenpflegeheims. Die Einrichtung für 60 Bewohnerinnen und Bewohner soll in unmittelbarer Nachbarschaft zum Karmeliter-Kloster Marienthal entstehen. Die Idee ist, ein Gebäude zu bauen, dass Bewohnerinnen und Bewohnern größtmögliche Bewegungsfreiheit erlaubt. Assistive Technik soll den Seniorinnen und Senioren mehr Teilhabe und Selbsbestimmung ermöglichen. Zudem werden an das Vorhaben besondere Ansprüche im Hinblick auf Ökologie und Nachhaltigkeit gestellt. Die SozialstiftungNRW fördert den Planungswettbewerb zu dem architektonisch anspruchsvollen Projekt mit 341.200 Euro. Das Altenpflegeheim ist eingebettet in ein Gesamtkonzept für die Entwicklung des Areals. Dort sollen zudem ein Hospiz, ein Verkaufsladen mit Café sowie drei Ferienwohnungen enstehen.
„Die SozialstiftungNRW freut sich, die Planung einer innovativen Wohneinrichtung anstoßen zu können, die als Zukunftsmodell für die stationäre Pflege dienen soll“, erklärt Schmitz.
Quartierstreff mit Zentrum für seelische Gesundheit in Dinslaken
Im Blumenviertel im Zentrum Dinslakens entsteht mit Hilfe der SozialstiftungNRW ein Quartierszentrum. Das Pfarrzentrum und das Kirchenschiff der entwidmeten St. Jakobus-Kirche baut der Caritasverband für die Dekanate Dinslaken und Wesel zu einem Treffpunkt für das Viertel um. Darin eingebunden entsteht ein Zentrum für seelische Gesundheit: Eine Tagesstätte für Menschen mit seelischer Erkrankung sowie Beratung und Gruppenangebote für Betroffene. Das Zentrum soll zudem Werkräume erhalten, die den Menschen aus dem Viertel mit kreativen Angeboten offenstehen. Die SozialstiftungNRW fördert das Vorhaben mit 700.000 Euro. Zuvor hatte die Stiftung bereits den Erwerb des St. Jakobus-Areals mit 477.400 Euro unterstützt. Das Quartierszentrum ist Teil eines Gesamtkonzepts für das Kirchengelände. Dort ist geplant, in weiteren Schritten ein von Menschen mit psychischer Behinderung betriebenes Café sowie Appartements für Menschen mit psychischen Erkrankungen zu schaffen.
„Das besondere Konzept dieses Quartierszentrums ermöglicht Begegnungen und wirkt der Isolation von Menschen mit seelischer Behinderung entgegen“, erklärt Schmitz. Zugleich erhält das Stadtviertel ein neues Zentrum für Veranstaltungen und kreative Angebote.“
„Mit der SozialstiftungNRW können wir als Caritas Zukunft mit benachteiligten Menschen gestalten,“ freut sich Caritasdirektor Michael van Meerbeck.
Informationen zur SozialstiftungNRW:
Die SozialstiftungNRW – mit gesetzlichem Namen Stiftung Wohlfahrtspflege NRW – ist eine Stiftung öffentlichen Rechts des Landes Nordrhein-Westfalen. 1974 als Sozialstiftung gegründet, erhält sie jährlich 24,5 Millionen Euro aus den Erlösen der Spielbanken in Nordrhein-Westfalen sowie rund 1,1 Millionen Euro aus den Lotterie- und Wetteinnahmen. Damit finanziert sie soziale Projekte der gemeinnützigen Träger der freien Wohlfahrtspflege und ermöglicht die Umsetzung innovativer Ideen. Bis heute hat sie rund 8.700 Vorhaben mit einer Fördersumme von einer Milliarde Euro unterstützt. Über die Auswahl der Projekte entscheidet der zehnköpfige Stiftungsrat. Er besteht zur Hälfte aus Parlamentariern, die vom NRW-Landtag entsandt werden. Jeweils zwei Mitglieder stellen die Spitzenverbände in der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege NRW sowie das Sozialministerium. Ein weiteres Mitglied stellt das Finanzministerium.
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SozialstiftungNRW unterstützt Projekt zur Weiterentwicklung vielfältiger Angebote und gelebter Vielfalt
Das landesweit bislang einzigartige Projekt „VIDI – Vielfalt im Dialog“ der Diakonisches Werk im Kirchenkreis Recklinghausen gGmbH soll ein dauerhaft nutzbares, inklusives und übertragbares Modell, eine Diversity-Toolbox, entwickeln. Ziel ist es, Vielfalt dauerhaft in Strategien kommunaler Einrichtungen und freier Träger zu verankern, Fachkräfte der Sozialen Arbeit zu unterstützen und betroffenen Menschen mehr Sichtbarkeit und Mitbestimmung zu ermöglichen. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt über die gesamte Laufzeit von der Technischen Universität Dortmund. Der Stiftungsratsvorsitzende der SozialstiftungNRW, Marco Schmitz, übergab am Freitag in Recklinghausen den Förderbescheid.
„Wir freuen uns, das Projekt mit 699.300 Euro zu fördern“, sagte Marco Schmitz bei der Übergabe des Förderbescheids. „Die gesellschaftliche Realität ist von wachsender Vielfalt geprägt – hinsichtlich kultureller Herkunft, religiöser Orientierung, geschlechtlicher Identität, sozialer Lebenslagen sowie kognitiver und körperlicher Fähigkeiten. Die Diversity-Toolbox macht Vielfalt sichtbar, messbar und dauerhaft in den Strukturen verankert – damit Teilhabe wirklich für alle gelingt. Mit dem Netzwerk der Vielfalt-Botschafterinnen und -Botschafter schaffen wir praxisnahe Perspektiven in echten Lebenswelten.“
„Mit diesem Projekt ermöglichen wir Menschen, selbstbewusster und vernehmbarer Vielfalt darzustellen. Als Wohlfahrtsverband setzen wir damit einen gesellschaftspolitischen Akzent für eine vielfältige demokratische Gesellschaft. Die SozialstiftungNRW ermöglicht uns echte Innovation, die unsere alltägliche Arbeit verändern soll“, erklärte der Geschäftsführer der Diakonisches Werk im Kirchenkreis Recklinghausen gGmbH, Dr. Dietmar Kehlbreier. Als ‚TeilhabeUnternehmen‘ wollen wir ständig individuelle Empowermentprozesse von Menschen stärken und unsere Fachlichkeit und Unternehmensstruktur auf gesellschaftliche Vielfalt ausrichten – auch über die eigentliche Projektlaufzeit hinaus. Vielfalt ist für uns gesellschaftliche Wirklichkeit und Herausforderung zugleich.“
Menschen mit Vielfaltsmerkmalen werden zu Botschafterinnen und Botschaftern für Vielfalt geschult
„Besonders überzeugt hat uns, dass im gesamten Prozess sowohl Menschen mit Vielfaltsmerkmalen als auch Fachkräfte der Sozialen Arbeit und kommunale Akteure beteiligt sind“, betonte Marco Schmitz. „Hier wird ‚mit den‘ statt ‚für die‘ betroffenen Zielgruppen gearbeitet. Die Vernetzung der unterschiedlichen Zielgruppen wird in diesem Projekt aus unserer Sicht gelungen umgesetzt.“
An dem Vorhaben werden Menschen mit Vielfaltsmerkmalen beteiligt sein, zum Beispiel Menschen mit Behinderung, Migrationshintergrund, diverser sexueller Orientierung oder aus unterschiedlichen sozialen Lebenslagen. Sie entwickeln eigene Inhalte und Medienbeiträge und werden so zu aktiven Stimmen in der gesellschaftlichen Debatte über Vielfalt. Zur Entwicklung der Toolbox und der Vernetzung sind unter anderem Workshops, Beratungen und Pop-Up-Werkstätten geplant. Es sollen Problemlösungen erarbeitet und die Toolbox im Alltag erprobt werden.
Fokus auf Unterstützung für viele Menschen in Nordrhein-Westfalen
In Summe ist von über 200.000 Menschen im Kreisgebiet Recklinghausen und landesweit von circa fünf bis sieben Millionen Menschen auszugehen, die mindestens ein Vielfaltsmerkmal, häufig auch mehrfach überschneidend, im Sinne des Projekts aufweisen. Für sie fehlen niedrigschwellige, barrierefreie Räume, Instrumente und Unterstützungsstrukturen zur selbstbestimmten Teilhabe an öffentlichen Diskursen. Stattdessen erleben sie häufig Diskriminierung und gesellschaftliche Abwertung. Das Projekt kann auf kommunaler und landesbezogener Ebene eine relevante Lücke zwischen gesellschaftlichem Anspruch hinsichtlich Vielfalt, Inklusion, Teilhabe und praktischer Umsetzbarkeit schließen. Die Projektergebnisse sollen nach Ende der dreijährigen Laufzeit veröffentlicht und breit gestreut werden, um landesweit übertragbare Strukturen zu schaffen.
Zum Hintergrund:
Informationen zur SozialstiftungNRW: Die SozialstiftungNRW – mit gesetzlichem Namen Stiftung Wohlfahrtspflege NRW – ist eine Stiftung öffentlichen Rechts des Landes Nordrhein-Westfalen. 1974 als Sozialstiftung gegründet, erhält sie jährlich 24,5 Millionen Euro aus den Erlösen der Spielbanken in Nordrhein-Westfalen sowie rund 1,1 Millionen Euro aus den Lotterie- und Wetteinnahmen. Damit finanziert sie soziale Projekte der gemeinnützigen Träger der freien Wohlfahrtspflege und ermöglicht die Umsetzung innovativer Ideen. Bis heute hat sie rund 8.700 Vorhaben mit einer Fördersumme von einer Milliarde Euro unterstützt. Über die Auswahl der Projekte entscheidet der zehnköpfige Stiftungsrat. Er besteht zur Hälfte aus Parlamentariern, die vom nordrhein-westfälischen Landtag entsandt werden. Jeweils zwei Mitglieder stellen die Spitzenverbände in der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege NRW sowie das Sozialministerium. Ein weiteres Mitglied stellt das Finanzministerium.