93.200 Euro für Interkulturelles Zentrum im Unionviertel
SozialstiftungNRW übergibt Förderbescheid an Verbund der sozial-kulturellen Migrantenvereine Dortmund e.V.
Die SozialstiftungNRW fördert die Erstausstattung eines neuen Interkulturellen Zentrums für Begegnung, Beratung und psychomotorische Angebote im Stadtbezirk Innenstadt-West mit 93.200 Euro. Den Bescheid überreichte Marco Schmitz, MdL Stiftungsratsvorsitzender der SozialstiftungNRW, an Herrn Dr. Kosan, Geschäftsführer des VMDO e.V.
Dortmund. „Mit dieser Förderung schaffen wir die Grundlage für einen lebendigen Ort der Begegnung, der Integration stärkt und bürgerschaftliches Engagement fördert“, erklärte Marco Schmitz am Donnerstag bei der feierlichen Übergabe des Förderbescheids. Mit dem Neubau entsteht in Dortmund, Zur Vielfalt 13, eine vollständig barrierefreie Begegnungsstätte für Menschen unterschiedlicher Kulturen. Der Bau des fünfgeschossigen Gebäudes wurde bereits von der Stiftung gefördert; die nun bewilligten Mittel fließen in die Ausstattung der drei oberen Etagen mit rund 940 Quadratmetern Nutzfläche. Im Erdgeschoss und Souterrain entsteht eine vierzügige Kindertagesstätte mit separatem Eingang, die nicht Teil der Förderung ist.
Begegnung, Beratung und Engagement
Herzstück des Zentrums ist das 78 Quadratmeter große Kultur- und Begegnungscafé. Hier finden Seniorentreffen, Elterncafés und Frauenfrühstücke ebenso statt wie Spielenachmittage und kulturelle Veranstaltungen von Migrantenvereinen. Drei Beratungsräume sowie flexibel nutzbare Gruppenräume für Workshops, Fortbildungen und Vereinsarbeit ergänzen das vielfältige Angebot. Die Förderung ermöglicht die Anschaffung von Mobiliar, IT-Medientechnik sowie barrierefreien Ausstattungselementen – von höhenverstellbaren Möbeln bis zu visuellen Leitsystemen.
Psychomotorik und kreative Angebote
Im Dachgeschoss entsteht ein psychomotorisches Zentrum mit großem Bewegungsraum, Kreativbereich und Snoezelen-Raum mit Licht-, Klang- und Temperaturelementen für sensorische Entspannung. Das Angebot richtet sich insbesondere an Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung, Kinder und Jugendliche mit erhöhtem Förderbedarf sowie an Ehrenamtliche, Vereine und Initiativen. Geschäftsführer Dr. Kosan betonte: „Dank der großzügigen Unterstützung der SozialstiftungNRW können wir die Räume nun so ausstatten, dass vielfältige kulturelle, soziale und therapeutische Angebote unter einem Dach möglich werden. Wir schaffen hier einen offenen, barrierefreien Ort für Austausch und Förderung.“
Die SozialstiftungNRW freut sich mit dieser Förderung einen wichtigen Beitrag zu gesellschaftlicher Teilhabe, Integration und kultureller Vielfalt zu leisten.
Zum Hintergrund:
Informationen zur SozialstiftungNRW
Die SozialstiftungNRW – mit gesetzlichem Namen Stiftung Wohlfahrtspflege NRW – ist eine Stiftung öffentlichen Rechts des Landes Nordrhein-Westfalen. 1974 als Sozialstiftung gegründet, erhält sie jährlich 24,5 Millionen Euro aus den Erlösen der Spielbanken in Nordrhein-Westfalen sowie rund 1,1 Millionen Euro aus den Lotterie- und Wetteinnahmen. Damit finanziert sie soziale Projekte der gemeinnützigen Träger der freien Wohlfahrtspflege und ermöglicht die Umsetzung innovativer Ideen. Bis heute hat sie rund 8.700 Vorhaben mit einer Fördersumme von einer Milliarde Euro unterstützt. Über die Auswahl der Projekte entscheidet der zehnköpfige Stiftungsrat. Er besteht zur Hälfte aus Parlamentariern, die vom NRW-Landtag entsandt werden. Jeweils zwei Mitglieder stellen die Spitzenverbände in der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege NRW sowie das Sozialministerium. Ein weiteres Mitglied stellt das Finanzministerium.