Hamminkeln/Dinslaken. Der Stiftungsratsvorsitzende der SozialstiftungNRW, Marco Schmitz, MdL, übergab am Freitag die Förderbescheide für die beiden Projekte an den Caritasverband für die Dekanate Dinslaken und Wesel.
Zukunftsmodell für die stationäre Pflege in Marienthal
In Marienthal ermöglicht die SozialstiftungNRW die Durchführung eines Planungswettbewerbs für den Neubau eines modellhaften Altenpflegeheims. Die Einrichtung für 60 Bewohnerinnen und Bewohner soll in unmittelbarer Nachbarschaft zum Karmeliter-Kloster Marienthal entstehen. Die Idee ist, ein Gebäude zu bauen, dass Bewohnerinnen und Bewohnern größtmögliche Bewegungsfreiheit erlaubt. Assistive Technik soll den Seniorinnen und Senioren mehr Teilhabe und Selbsbestimmung ermöglichen. Zudem werden an das Vorhaben besondere Ansprüche im Hinblick auf Ökologie und Nachhaltigkeit gestellt. Die SozialstiftungNRW fördert den Planungswettbewerb zu dem architektonisch anspruchsvollen Projekt mit 341.200 Euro. Das Altenpflegeheim ist eingebettet in ein Gesamtkonzept für die Entwicklung des Areals. Dort sollen zudem ein Hospiz, ein Verkaufsladen mit Café sowie drei Ferienwohnungen enstehen.
„Die SozialstiftungNRW freut sich, die Planung einer innovativen Wohneinrichtung anstoßen zu können, die als Zukunftsmodell für die stationäre Pflege dienen soll“, erklärt Schmitz.
Quartierstreff mit Zentrum für seelische Gesundheit in Dinslaken
Im Blumenviertel im Zentrum Dinslakens entsteht mit Hilfe der SozialstiftungNRW ein Quartierszentrum. Das Pfarrzentrum und das Kirchenschiff der entwidmeten St. Jakobus-Kirche baut der Caritasverband für die Dekanate Dinslaken und Wesel zu einem Treffpunkt für das Viertel um. Darin eingebunden entsteht ein Zentrum für seelische Gesundheit: Eine Tagesstätte für Menschen mit seelischer Erkrankung sowie Beratung und Gruppenangebote für Betroffene. Das Zentrum soll zudem Werkräume erhalten, die den Menschen aus dem Viertel mit kreativen Angeboten offenstehen. Die SozialstiftungNRW fördert das Vorhaben mit 700.000 Euro. Zuvor hatte die Stiftung bereits den Erwerb des St. Jakobus-Areals mit 477.400 Euro unterstützt. Das Quartierszentrum ist Teil eines Gesamtkonzepts für das Kirchengelände. Dort ist geplant, in weiteren Schritten ein von Menschen mit psychischer Behinderung betriebenes Café sowie Appartements für Menschen mit psychischen Erkrankungen zu schaffen.
„Das besondere Konzept dieses Quartierszentrums ermöglicht Begegnungen und wirkt der Isolation von Menschen mit seelischer Behinderung entgegen“, erklärt Schmitz. Zugleich erhält das Stadtviertel ein neues Zentrum für Veranstaltungen und kreative Angebote.“
„Mit der SozialstiftungNRW können wir als Caritas Zukunft mit benachteiligten Menschen gestalten,“ freut sich Caritasdirektor Michael van Meerbeck.
Informationen zur SozialstiftungNRW:
Die SozialstiftungNRW – mit gesetzlichem Namen Stiftung Wohlfahrtspflege NRW – ist eine Stiftung öffentlichen Rechts des Landes Nordrhein-Westfalen. 1974 als Sozialstiftung gegründet, erhält sie jährlich 24,5 Millionen Euro aus den Erlösen der Spielbanken in Nordrhein-Westfalen sowie rund 1,1 Millionen Euro aus den Lotterie- und Wetteinnahmen. Damit finanziert sie soziale Projekte der gemeinnützigen Träger der freien Wohlfahrtspflege und ermöglicht die Umsetzung innovativer Ideen. Bis heute hat sie rund 8.700 Vorhaben mit einer Fördersumme von einer Milliarde Euro unterstützt. Über die Auswahl der Projekte entscheidet der zehnköpfige Stiftungsrat. Er besteht zur Hälfte aus Parlamentariern, die vom NRW-Landtag entsandt werden. Jeweils zwei Mitglieder stellen die Spitzenverbände in der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege NRW sowie das Sozialministerium. Ein weiteres Mitglied stellt das Finanzministerium.