Der Stiftungsrat hat in seiner 245. Sitzung Förderungen in Höhe von rund 21,6 Millionen Euro beschlossen. Neben zahlreichen Einzelprojekten wurden richtungsweisende Entscheidungen für die zukünftige Förderarbeit getroffen. Im Mittelpunkt standen gesellschaftliche Zukunftsthemen wie digitale Resilienz, Inklusion, Barrierefreiheit, Klimaschutz und die Unterstützung von Menschen in schwierigen Lebenslagen.
Neue Förderschwerpunkte beschlossen
Mit dem Sonderprogramm „Digitale Resilienz stärken – Kinder und Jugendliche im digitalen Zeitalter begleiten“ stellt die Stiftung 5 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche dabei zu unterstützen, digitale Medien sicher, reflektiert und selbstbestimmt zu nutzen und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber den Herausforderungen digitaler Lebenswelten zu stärken.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung von Barrierefreiheit. Hierfür hat der Stiftungsrat einen Förderaufruf mit einem Volumen von 5 Millionen Euro beschlossen. Unterstützt werden investive Maßnahmen, die bestehende Gebäude und Einrichtungen besser auffindbar, zugänglich und nutzbar machen und damit die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen nachhaltig verbessern.
Darüber hinaus wurde beschlossen, Maßnahmen der Wohnungslosenhilfe künftig mit einer Förderquote von bis zu 90 Prozent unterstützen zu können. Die Stiftung reagiert damit auf die zunehmenden Herausforderungen bei der Vermeidung und Überwindung von Wohnungslosigkeit und stärkt Projekte, die Menschen auf dem Weg in ein dauerhaft gesichertes Wohnumfeld begleiten.
Modellprojekte und Investitionen in soziale Infrastruktur
Neben den neuen Förderschwerpunkten wurden zahlreiche Projekte bewilligt, die das soziale Miteinander vor Ort stärken. Dazu gehören unter anderem das Modellprojekt „VinkUs – Stärkung inklusiver Unterstützungsstrukturen in Kindertageseinrichtungen“, das Modellprojekt „ESOP – Erprobung Sozialraumorientierung im Pflegeprozess“, der Umbau des Lutherhauses zu einem Familienzentrum sowie die Anschubfinanzierung eines digitalen Streetwork-Angebots für Menschen in prekären Lebenslagen.
Weitere Förderungen fließen in den Umbau sozialer Einrichtungen, die Ausstattung besonderer Wohnformen und tagesstrukturierender Angebote, Begegnungszentren sowie in Maßnahmen zur energetischen Sanierung. Dazu zählen unter anderem die Installation von Wärmepumpen, die Modernisierung von Heizungsanlagen und weitere Investitionen, die soziale Einrichtungen langfristig klimafreundlicher und wirtschaftlicher machen.