Die Diakonie Michaelshoven Soziale Hilfen gGmbH hilft Menschen, die Unterstützung benötigen – Kinder und Jugendliche, Menschen mit Behinderungen, Seniorinnen und Senioren und Menschen in Krisen. Die Wohnhilfen Köln und Oberberg sind ein Teil von uns. Hier unterstützen wir u.a. Menschen in akuten Notsituationen, die von Wohnungslosigkeit bedroht oder betroffen sind.
Wer wir sind?
Was wir vorhaben?
Mit dem Projekt Digi 3.0 – und seinen Vorläuferprojekten – arbeiten wir daran, Menschen in Wohnungsnot einen digitalen Zugang und damit Teilhabe zu ermöglichen. Dafür haben wir alle Hilfesuchenden, die unsere Angebote nutzen, nach ihren aktuellen Zugängen und Bedarfen befragt. Wenn nötig, statten wir sie digital aus und schulen sie im Umgang mit den Geräten. Dafür gibt es bei uns einen sogenannten DigiCoach. Der Mitarbeitende richtet Geräte ein, gibt sie aus und schult Hilfesuchende im Umgang.
Wer profitiert?
Vom Projekt profitieren Menschen in Wohnungsnotfallsituationen im Oberbergischen und in Köln, die bei uns Hilfe suchen, sowie Mitarbeitende. In der Praxis erleben wir zum Beispiel folgende Situationen: Klientin E. verlor bei einem Hausbrand ihr gesamtes Hab und Gut und war dadurch wochenlang nicht für ihre Familie erreichbar. Nachdem sie über das Digi-Projekt ein Handy mit SIM-Karte erhalten hatte, konnte sie endlich wieder Kontakt zu ihrer Familie aufnehmen. Klient A. ist aufgrund seines grauen Stars fast blind und hatte stets Schwierigkeiten beim Lesen. Heute nutzt er sein Smartphone als Lupe und vergrößert damit abfotografierte Texte. Klientin L. besaß bereits ein Smartphone, hatte aber große Sorge, es falsch zu bedienen. Durch die Sprechstunden gewann sie Wissen und Selbstvertrauen und nutzt ihr Smartphone heute regelmäßig.
Was passiert im Moment?
Das Projekt ist etabliert. Unsere Schulungskonzepte werden gut angenommen; Zugangs- und Ausgabewege sind bekannt. Mitarbeitende wurden und werden geschult. Das Projekt stößt bei den Hilfesuchenden, den Mitarbeitenden und in Fachkreisen bei regionalen, landes- und bundesweiten Veranstaltungen auf großes Interesse.
Unsere Learnings bis hierher:
Je länger wir uns mit der Digitalisierung beschäftigen, desto größer und spannender wird das Thema. Gleichzeitig erleben wir bei den Hilfesuchenden, im Hilfesystem, in der Wissenschaft und auch bei den Kostenträgern großes Interesse an der Erforschung und Weiterentwicklung digitaler Hilfesysteme. Unserer Erfahrung nach können nicht alle Menschen gleichermaßen partizipieren – insbesondere Menschen in Wohnungsnotlagen sind immer wieder ausgeschlossen. Daher gehört die digitale Teilhabe für die Wohnhilfen Oberberg und Köln zur Existenzsicherung und ist somit integraler Bestandteil unserer Arbeit.
Wir bieten/suchen:
An Erfahrung bieten wir:
Erfahrungen haben wir gesammelt in der Onlineberatung: Wie erreiche und berate ich Menschen in Wohnungsnotfallsituationen, welche Informationen interessieren im Netz und wie kann ich eine regionale digitale aufsuchende Arbeit im Netz gestalten? Welche Beratungsinhalte benötigen Hilfesuchende um sich sicher im digitalen Netz zu bewegen?
Im Netzwerk suchen wir:
Wir suchen weiterhin den Erfahrungsaustausch mit Kolleginnen und Kollegen in den regionalen und überregionalen Kontexten der Hilfen in Wohnungsnotfällen und angrenzenden Hilfefeldern, die sich ebenfalls auf den Weg gemacht und einschlägige Erfahrungen gesammelt haben. Dabei interessiert uns der Austausch über Zugangswege und digitale Plattformen, die sich immer wieder verändern und weiterentwickeln, aber auch die Platzierung professioneller seriöser Informationen und Beratungsangebote im dynamischen digitalen Netz.