SozialstiftungNRW unterstützt Housing-First-Konzept der Landesregierung

Auftakt für die Umsetzung von Angeboten gegen Wohnungslosigkeit.

Pressemitteilung |

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Düsseldorf hat am Dienstag im Rahmen einer Auftaktveranstaltung die Umsetzung seines neuen Housing-First-Konzepts angestoßen. Die SozialstiftungNRW liefert mit ihren Fördermöglichkeiten einen wichtigen Baustein für die Schaffung entsprechender Angebote gegen Wohnunglosigkeit.

Düsseldorf. Die SozialstiftungNRW stellt für Anschubfinanzierungen im Bereich Housing First bis zu fünf Millionen Euro bereitHousing First zielt darauf ab, wohnungslosen Menschen in enger Zusammenarbeit mit Vermietern ohne Vorbedingungen eine dauerhafte Wohnung anzubieten.

„Die SozialstiftungNRW unterstützt das Konzept der Landesregierung aus Überzeugung“, erklärte der Stiftungsratsvorsitzende Marco Schmitz, MdL. „Housing First bietet Menschen ohne Umwege einen stabilen Wohnraum und damit die Chance auf ein neues Leben. Erfahrungen und Studien zeigen, dass Housing First die gesundheitliche und soziale Stabilisierung deutlich verbessert und Betroffenen neue Perspektiven eröffnet.“ 

Housing First hat vor allem wohnungslose Menschen mit komplexen Problemen im Blick. Ihnen werden neben der Vermittlung eines eigenen Zuhauses zugleich wohnbegleitende Hilfen angeboten, die sie freiwillig wahrnehmen können.

„Wir finden uns nicht damit ab, dass Menschen unfreiwillig dauerhaft auf der Straße leben müssen. Mit dem geplanten deutlichen Ausbau von Housing-First-Projekten schlagen wir ein weiteres Kapitel unserer erfolgreichen Politik gegen Wohnungs- und Obdachlosigkeit auf. So können wir auch jenen obdachlosen Menschen ein Angebot machen, die wir mit unseren bisherigen Angeboten nicht erreichen“, erklärte Sozialminister Karl-Josef Laumann. „Mit dem Umsetzungskonzept beschreiben wir konkret und praxisorientiert, wie Housing First vor Ort umgesetzt und gelingen kann.“

Wirkungsvoller Ansatz im Kampf gegen Wohnungslosigkeit

Die SozialstiftungNRW hat bereits Erfahrung mit der Förderung von Housing First als wirkungsvollem Ansatz im Kampf gegen Wohnungslosigkeit. Mit einer Anschubfinanzierung für Personal- und Sachausgaben in Höhe von 310.600 Euro ermöglichte die Stiftung den Start eines Housing-First-Programms im Kreis Wesel. Seit dem Frühjahr 2025 vermittelte der Caritasverband für die Dekanate Dinslaken und Wesel dort 20 wohnungslosen Menschen eine eigene Wohnung. 

Housing-First-Projekte unterstützt die Stiftung im Rahmen des Fördergegenstands „Anschubfinanzierung“ mit Personal- und Sachausgaben über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren. Gefördert werden im Rahmen eines Housing-First-Konzepts auch der Erwerb und Umbau von Immobilien, Umbaumaßnahmen sowie der Neubau von Gebäuden. Die Höhe der Förderung beträgt bis zu 90 Prozent. Antragsberechtigt sind Mitglieder eines Spitzenverbandes der Freien Wohlfahrtspflege in Nordrhein-Westfalen.

 

Zum Hintergrund

Informationen zur SozialstiftungNRW

Die SozialstiftungNRW – mit gesetzlichem Namen Stiftung Wohlfahrtspflege NRW – ist eine Stiftung öffentlichen Rechts des Landes Nordrhein-Westfalen. 1974 als Sozialstiftung gegründet, erhält sie jährlich 24,5 Millionen Euro aus den Erlösen der Spielbanken in Nordrhein-Westfalen sowie rund 1,1 Millionen Euro aus den Lotterie- und Wetteinnahmen. Damit finanziert sie soziale Projekte der gemeinnützigen Träger der freien Wohlfahrtspflege und ermöglicht die Umsetzung innovativer Ideen. Bis heute hat sie rund 8.800 Vorhaben mit einer Fördersumme von einer Milliarde Euro unterstützt. Über die Auswahl der Projekte entscheidet der zehnköpfige Stiftungsrat. Er besteht zur Hälfte aus Parlamentariern, die vom NRW-Landtag entsandt werden. Jeweils zwei Mitglieder stellen die Spitzenverbände in der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege NRW sowie das Sozialministerium. Ein weiteres Mitglied stellt das Finanzministerium.

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