Die SozialstiftungNRW ist bundesweit führend bei der Förderung von Digitalisierungs-Projekten der Sozialen Arbeit. Der Vorstand der SozialstiftungNRW, Norbert Killewald, sowie Cornelia Schlebusch vom Projektträger Jülich teilen ihre Erfahrungen mit Digitalstrategien für die Eingliederungshilfe am 1. September beim BGW forum in Hamburg.
Düsseldorf / Hamburg. Apps, Künstliche Intelligenz und digitale Assistenz sorgen für einen rasanten Wandel in Einrichtungen der Behindertenhilfe. Norbert Killewald, Vorstand der SozialstiftungNRW, und Cornelia Schlebusch vom Projektträger Jülich (PtJ) berichten am 1. September auf dem Thementag „Digitaler Wandel“ des BGW forum in Hamburg über ihre Erfahrungen mit Digitalstrategien in der Eingliederungshilfe. Der Fachkongress der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) ist eine zentrale Plattform für den Austausch rund um Arbeitsschutz, Gesundheit und Prävention in sozialen und pflegerischen Berufen.
Chancen für mehr Teilhabe und sinnvolleren Einsatz von Ressourcen
"Digitale Strategien bieten große Chancen für mehr Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen sowie einen sinnvolleren Einsatz von Ressourcen in den Einrichtungen", erklärt Killewald. Während der Corona-Jahre hätten die Einrichtungen zwar bei der Digitalisierung aufgeholt. "Aber sie sind immer noch nicht da, wo sie sein könnten." Mit gezielten Förderprogrammen bringt die SozialstiftungNRW deshalb die Digitalisierung in der Sozialen Arbeit voran. Bereits zu Beginn der Corona-Pandemie entwickelte die Stiftung ein umfassendes Sonderprogramm zur Digitalisierung, mit dem 650 Projekte unterstützt werden konnten. Partner dabei war der Fachbereich Gesundheitswirtschaft und soziale Innovationen des Projektträgers Jülich. Im vergangenen Jahr ging das Nachfolgeprogramm "Digitale Teilhabe" mit weiteren 150 Förderprojekten an den Start. Durch ihr Engagement in diesem Bereich gewann die SozialstiftungNRW umfangreiche Erfahrung mit der Förderung zukunftsweisender Digitalisierungs-Projekte.
Förderung zukunftsweisender assistiver Technik
Ein Beispiel ist die Projektreihe zur assistiven Technik in Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderung. Im Rahmen dieses Vorhabens wird an zehn Standorten in Nordrhein-Westfalen der Einsatz digitaler Techniken erprobt, zum Beispiel Sprachassistenzsysteme, Sensoren oder Indoor-Navigationssysteme. Diese und andere Anwendungsbeispiele beleuchten Killewald und Schlebusch am 1. September beim BGW forum auf der Offenen Bühne.
Ebenfalls am 1. September geht eine Folge des BGW-Podcast "Herzschlag – Für ein gesundes Berufsleben" online - mit Norbert Killewald als Gast. Auch dort spricht der Experte über das Thema Digitalisierung in der Behindertenhilfe. Zu hören ist der Podcast auf allen bekannten Podcast-Plattformen sowie auf der BGW-Website unter https://www.bgw-online.de/podcast.
Weitere Informationen zum BGW forum und zur Anmeldung finden Sie unter: https://www.bgw-online.de
Zum Hintergrund
Informationen zur SozialstiftungNRW:
Die SozialstiftungNRW – mit gesetzlichem Namen Stiftung Wohlfahrtspflege NRW – ist eine Stiftung öffentlichen Rechts des Landes Nordrhein-Westfalen. 1974 als Sozialstiftung gegründet, erhält sie jährlich 24,5 Millionen Euro aus den Erlösen der Spielbanken in Nordrhein-Westfalen sowie rund 1,1 Millionen Euro aus den Lotterie- und Wetteinnahmen. Damit finanziert sie soziale Projekte der gemeinnützigen Träger der freien Wohlfahrtspflege und ermöglicht die Umsetzung innovativer Ideen. Bis heute hat sie rund 8.700 Vorhaben mit einer Fördersumme von einer Milliarde Euro unterstützt. Über die Auswahl der Projekte entscheidet der zehnköpfige Stiftungsrat. Er besteht zur Hälfte aus Parlamentariern, die vom NRW-Landtag entsandt werden. Jeweils zwei Mitglieder stellen die Spitzenverbände in der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege NRW sowie die zuständigen Landesministerien.