Düsseldorf. Sehen, Lösungen entwickeln und gemeinsam Wirkung entfalten: Unter diesem Leitgedanken trafen sich Projektverantwortliche des Programms „Digitale Teilhabe stärken, gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen“ zu einem gemeinsamen Workshop-Tag. Im Mittelpunkt standen Herausforderungen, Erfahrungen und Zukunftsperspektiven aus mehr als einem Jahr Projektarbeit.
Die Themen des Tages hatten die Teilnehmenden bereits im Vorfeld gemeinsam erarbeitet. Im Fokus standen die Fragen, wie Zielgruppen besser erreicht werden können, wie Vernetzung und Verstetigung gelingen und wie Projekte langfristig in den eigenen Organisationen verankert werden können. Allen Themen gemeinsam war der Blick nach vorn: Wie kann die Wirkung erfolgreicher Projekte nachhaltig gesichert werden?
150 Projekte für mehr digitale Teilhabe
Das Programm „Digitale Teilhabe stärken, gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen“ der SozialstiftungNRW unterstützt knapp 150 Projekte mit fast zwölf Millionen Euro. Die geförderten Vorhaben richten sich unter anderem an Kinder und Jugendliche, Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Beeinträchtigungen sowie wohnungslose Menschen. Sie stärken digitale Kompetenzen und unterstützen Menschen dabei, digitale Angebote sicher und selbstständig zu nutzen. Der SozialstiftungNRW ist es ein großes Anliegen, mit der Programmförderung einen Beitrag zur Weiterentwicklung und Sicherung von Angeboten zu leisten.
Ein Schwerpunkt des Workshop-Tages lag auf der Frage der Zielgruppenansprache. Die Teilnehmenden diskutierten, wie sich auch schwer erreichbare Menschen für Angebote gewinnen lassen und welche Wege und Formate es gibt, aber auch welche Kommunikationsbarrieren aus dem Weg geräumt werden müssen. Ein weiterer Workshop widmete sich der Verstetigung von Projekten. Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, welche Schritte Projektverantwortliche unternehmen können, um erfolgreiche Ansätze langfristig zu sichern. Im dritten Workshop beschäftigten sich die Teilnehmenden mit der Verankerung von Projekten in ihre Organisationen. Dabei diskutierten sie anhand der Fragestellung: „Was trägt mein Projekt?“ und „Was fehlt meinem Projekt noch?“, welche strukturellen Voraussetzungen nötig sind, damit erfolgreiche Ansätze dauerhaft Teil der regulären Arbeit werden können.
Digitalen Wandel im Sinne der Menschen nutzen
Die Veranstaltung machte deutlich, wie viel Wissen und Erfahrung in den Projekten entstanden ist. Sie bot damit Raum für kollegialen Austausch, gemeinsames Lernen und die interaktive Entwicklung von Lösungsansätzen. Für die SozialstiftungNRW zeigte der Tag eindrucksvoll, mit welchem Engagement die Projektverantwortlichen digitale Teilhabe in Nordrhein-Westfalen voranbringen. „Die soziale Arbeit erlebt derzeit eine digitale Revolution. Die Art, wie Menschen kommunizieren, Informationen erhalten und Unterstützung suchen, verändert sich grundlegend. Wer gesellschaftliche Teilhabe stärken will, muss diese Entwicklungen ernst nehmen und aktiv gestalten“, sagt Stiftungsvorstand Norbert Killewald, „Die Frage ist nicht mehr, ob Digitalisierung die soziale Arbeit verändert, sondern wie wir diesen Wandel im Sinne der Menschen nutzen.“
Zum Hintergrund: Informationen zur SozialstiftungNRW
Die SozialstiftungNRW – mit gesetzlichem Namen Stiftung Wohlfahrtspflege NRW – ist eine Stiftung öffentlichen Rechts des Landes Nordrhein-Westfalen. 1974 als Sozialstiftung gegründet, erhält sie jährlich 24,5 Millionen Euro aus den Erlösen der Spielbanken in Nordrhein-Westfalen sowie rund 1,1 Millionen Euro aus den Lotterie- und Wetteinnahmen. Damit finanziert sie soziale Projekte der gemeinnützigen Träger der freien Wohlfahrtspflege und ermöglicht die Umsetzung innovativer Ideen. Bis heute hat sie rund 8.700 Vorhaben mit einer Fördersumme von einer Milliarde Euro unterstützt. Über die Auswahl der Projekte entscheidet der zehnköpfige Stiftungsrat. Er besteht zur Hälfte aus Parlamentariern, die vom NRW-Landtag entsandt werden. Jeweils zwei Mitglieder stellen die Spitzenverbände in der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege NRW sowie das Sozialministerium. Ein weiteres Mitglied stellt das Finanzministerium.