NRW-Tag: Soziale Innovation am Stand der SozialstiftungNRW hautnah erleben

Projekte zu Assistiver Technik, digitaler Teilhabe und Einsamkeitsprävention bei Kindern.

Auf dem NRW-Tag in Münster vom 28. bis 30. August zeigt die SozialstiftungNRW, wie Digitalisierung sozial gestaltet werden kann und mehr Teilhabe für Menschen mit Behinderung ermöglicht. Besucherinnen und Besucher können neue Technologien hautnah erleben. Weiterer Schwerpunkt ist ein Projekt gegen die zunehmende Einsamkeit bei Kindern und Jugendlichen, das sich mit Mitmachaktionen präsentiert. 

Pressemitteilung |

Münster/Düsseldorf.  Auf dem NRW-Tag in Münster vom 28. bis 30. August 2026 ist die SozialstiftungNRW mit einem eigenen Stand auf der Landesmeile vertreten. Sie zeigt dort, wie soziale Innovationen und digitale Technik den Alltag vieler Menschen verbessern können. 

Assistive Technologien selbst testen

Im Mittelpunkt steht dabei das bundesweit einzigartige Verbundvorhaben „Assistive Technik im Wohnen in der Eingliederungshilfe“, das an allen drei Veranstaltungstagen vor Ort ist. Besucherinnen und Besucher können erleben, wie neue Technologien Menschen mit Behinderung mehr Eigenständigkeit ermöglichen - anhand digital gesteuerter Hilfsmittel wie einem Sitzfahrrad mit Monitor oder einem Roboterarm, der beim Essen hilft.

Projekt gegen Einsamkeit bei Kindern und Jugendlichen lädt zu Mitmachaktionen ein

Ein weiterer Schwerpunkt des Auftritts der Stiftung ist die Vorstellung des Projekts „Inspire YOUth“ am Samstag, 29. August. Das Projekt der AWO Westliches Westfalen entwickelt Präventionsmaßnahmen gegen das zunehmende Problem der Einsamkeit bei Kindern und Jugendlichen. Mit einem Puppenspiel, kreativen Mitmachaktionen und Informationen aus der Projektpraxis erfahren Besucherinnen und Besucher, wie gemeinschaftliche Aktionen Einsamkeit bereits im Grundschulalter entgegenwirken können. Die Entwicklung des Projekts wurde durch die „Stabsstelle Einsamkeit“ der Staatskanzlei der Landesregierung angestoßen. 

Ministerpräsident Wüst: Projekt „Inspire YOUth“ leistet wichtigen Beitrag

„Einsamkeit ist die neue soziale Frage unserer Zeit“, erklärte Ministerpräsident Hendrik Wüst. „Sie kann Menschen in jedem Alter treffen – und gerade bei Kindern und Jugendlichen weitreichende Folgen für ihre Entwicklung und ihre Zukunftschancen haben. Deshalb ist es wichtig, dass junge Menschen frühzeitig Gemeinschaft erleben, Vertrauen aufbauen und neue Perspektiven entwickeln können. Das Projekt ‚Inspire YOUth‘ entwickelt Maßnahmen gegen Einsamkeit bei Kindern schon im Grundschulalter und schafft Räume für Begegnung, Vertrauen und gemeinsames Erleben. Damit leistet es einen wichtigen Beitrag dazu, dass aus einsamen Kindern keine einsamen Erwachsenen werden. Denn wer den Kampf gegen Einsamkeit früh angeht, stärkt den Einzelnen und damit auch den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.“

Digitale Anwendungen für Alt und Jung

Der sichere Umgang von Kindern und Jugendlichen mit digitalen Plattformen sowie die Teilhabe aller Gesellschaftsgruppen an der Digitalisierung ist ein weiterer Förderschwerpunkt der SozialstiftungNRW. Am Freitag, 28. August, stellt sich das Projekt „Medienscouts" der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland vor – unter anderem mit einem digitalen Glücksrad. 

Am Samstag, 29. August, präsentiert die Bergische Diakonie drei Projekte, die generationenübergreifend Menschen zusammenbringen und digitale Kompetenzen spielerisch fördern. Ein „Care-Table“ am Stand ermöglicht digitale Anwendungen wie Geschicklichkeitsspiele oder Reisen. Ergänzend laden interaktive Quizangebote dazu ein, den sicheren Umgang mit digitalen Medien selbst auszuprobieren.

Am Sonntag, 30. August, zeigt die SozialstiftungNRW gemeinsam mit dem Cohaus-Vendt-Stift Münster, wie digitale Technologien älteren Menschen neue Möglichkeiten eröffnen.

Bühnen- und Mitmachprogramm mit dem Circus Schnick-Schnack

Für Unterhaltung am Stand der SozialstiftungNRW sorgt während aller Veranstaltungstage der Circus Schnick-Schnack mit einem Bühnenprogramm, Walk Acts und einer Mitmach-Zirkusfläche für Kinder.

80 Jahre NRW – 8.800 soziale Projekte

Auf dem NRW-Tag in Münster feiert Nordrhein-Westfalen 80. Geburtstag. Die SozialstiftungNRW förderte seit ihrer Gründung vor mehr als 50 Jahren rund 8.800 Vorhaben mit mehr als einer Milliarde Euro – das sind im Durchschnitt etwa 150 Projekte jährlich. Partner sind dabei die sechs großen Träger der Freien Wohlfahrtspflege in NRW.

 

Zum Hintergrund

Informationen zur SozialstiftungNRW

Die SozialstiftungNRW – mit gesetzlichem Namen Stiftung Wohlfahrtspflege NRW – ist eine Stiftung öffentlichen Rechts des Landes Nordrhein-Westfalen. 1974 als Sozialstiftung gegründet, erhält sie jährlich 24,5 Millionen Euro aus den Erlösen der Spielbanken in Nordrhein-Westfalen sowie rund 1,1 Millionen Euro aus den Lotterie- und Wetteinnahmen. Damit finanziert sie soziale Projekte der gemeinnützigen Träger der freien Wohlfahrtspflege und ermöglicht die Umsetzung innovativer Ideen. Bis heute hat sie rund 8.800 Vorhaben mit einer Fördersumme von einer Milliarde Euro unterstützt. Über die Auswahl der Projekte entscheidet der zehnköpfige Stiftungsrat. Er besteht zur Hälfte aus Parlamentariern, die vom NRW-Landtag entsandt werden. Jeweils zwei Mitglieder stellen die Spitzenverbände in der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege NRW sowie das Sozialministerium. Ein weiteres Mitglied stellt das Finanzministerium.

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