Frechen: Marco Schmitz betonte anlässlich der Übergabe des Förderbescheides die Relevanz des Vorhabens: „Mit der Förderung dieses Projekts leisten wir einen wichtigen Beitrag dazu, Menschen mit Unterstützungsbedarf mehr Teilhabe und Lebensqualität zu ermöglichen. Gerade für diejenigen, die nicht mehr in Werkstätten tätig sein wollen oder können, sind Angebote direkt in der Wohneinrichtung von zentraler Bedeutung. Sie sichern Teilhabe, Struktur und Lebensqualität im Alltag.“
Günter Oelscher, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Gold-Kraemer-Stiftung, freute sich über die Unterstützung: „Mit der Förderung der SozialstiftungNRW können wir einen wichtigen Schritt hin zu einer besseren Teilhabe unserer Bewohnerinnen und Bewohner gehen. Ein ruhiger, barrierefreier und speziell auf ihre Bedürfnisse ausgerichteter Raum macht einen echten Unterschied. Für die Qualität unserer Angebote, aber vor allem für die Menschen, die wir begleiten. Wir sind dankbar für die Unterstützung, die dieses Projekt möglich macht“.
Die Leiterin des Paul Kraemer Hauses, Britta Borchert, bemerkte: „Unsere Bewohnerinnen und Bewohner verdienen Angebote, die in Ruhe und ohne Unterbrechung stattfinden können. Mit der Gestaltung des neuen Raumes wird genau das möglich. Damit wird langfristig ihre Selbstständigkeit und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gestärkt."
Ein Raum für mehr Selbstbestimmung und Gemeinschaft
Hintergrund der Umbaumaßnahme ist insbesondere die steigende Anzahl von Bewohnerinnen und Bewohnern der besonderen Wohnform, die nicht mehr in einer Werkstatt für Menschen tätig sein wollen oder können. Für diese Personen gewinnt eine sinnvolle und bedarfsgerechte Tagesstruktur innerhalb der Wohnform zunehmend an Bedeutung. Durch die Umgestaltung des Kellerraums entsteht ein moderner, barrierefreier und flexibel nutzbarer Bereich , der den besonderen Anforderungen der Bewohnerinnen und Bewohner im Paul Kraemer Haus Frechen gerecht wird und neue Perspektiven für ihre Alltagsgestaltung eröffnet. Zudem kann der Raum für gruppenübergreifende Aktivitäten und Feiern genutzt werden und damit den sozialen Zusammenhalt innerhalb der besonderen Wohnform stärken.
Zum Hintergrund:
Informationen zur SozialstiftungNRW
Die SozialstiftungNRW – mit gesetzlichem Namen Stiftung Wohlfahrtspflege NRW – ist eine Stiftung öffentlichen Rechts des Landes Nordrhein-Westfalen. 1974 als Sozialstiftung gegründet, erhält sie jährlich 24,5 Millionen Euro aus den Erlösen der Spielbanken in Nordrhein-Westfalen sowie rund 1,1 Millionen Euro aus den Lotterie- und Wetteinnahmen. Damit finanziert sie soziale Projekte der gemeinnützigen Träger der freien Wohlfahrtspflege und ermöglicht die Umsetzung innovativer Ideen. Bis heute hat sie rund 8.700 Vorhaben mit einer Fördersumme von einer Milliarde Euro unterstützt. Über die Auswahl der Projekte entscheidet der zehnköpfige Stiftungsrat. Er besteht zur Hälfte aus Parlamentariern, die vom NRW-Landtag entsandt werden. Jeweils zwei Mitglieder stellen die Spitzenverbände in der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege NRW sowie das Sozialministerium. Ein weiteres Mitglied stellt das Finanzministerium.