Das Sonderprogramm dient als schnelle Hilfe bei besonderen Hitzespitzen und soll gesundheitliche Risiken für die Bewohnerinnen und Bewohner deutlich reduzieren.
„Wir als SozialstiftungNRW sind uns unserer besonderen Verantwortung für Menschen mit Behinderungen sehr bewusst. Gerade Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, müssen auch bei extremen Temperaturen bestmöglich geschützt werden“, erklärt der Stiftungsratsvorsitzende Marco Schmitz, MdL. „Deshalb stellen wir jetzt 20 Millionen Euro für konkrete Sofortmaßnahmen bereit. Gleichzeitig ist für uns klar: Diese Akuthilfe ersetzt nicht die langfristige Vorsorge. Unser bestehendes Förderprogramm für nachhaltige Investitionen in die Gebäude läuft weiter. So verbinden wir schnellen Schutz mit dauerhafter Verbesserung.“
Gefördert werden Kauf und Einbau fest installierter Klimaanlagen mit bis zu 5.000 Euro je Gruppen- oder Gemeinschaftsraum. Zunächst können je Einrichtung bis zu vier solcher Räume berücksichtigt werden. Aufgrund des besonderen Stiftungsinteresses ist eine Förderung von bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten möglich.
Damit die Maßnahmen schnell umgesetzt werden können, wird das Verfahren gegenüber der regulären Förderung vereinfacht. Die sonst geltende Bagatellgrenze entfällt. Der für die Antragstellung erforderliche Liefer- oder Leistungsvertrag kann bereits unter dem Vorbehalt einer Förderzusage geschlossen werden.
Das neue Sonderprogramm ist ausdrücklich als Soforthilfe für besondere Hitzespitzen gedacht. Parallel dazu bleibt die „Ergänzungsförderung zur Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM)“ bestehen. Für dieses Programm hat die SozialstiftungNRW 15 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Fördermittel daraus können weiterhin beantragt werden, um langfristig und nachhaltig in die Gebäude der Einrichtungen zu investieren und sie dauerhaft besser auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten.