Safer Internet Day

Pressemitteilung |

SozialstiftungNRW fördert Sicherheit von Kindern und Jugendlichen im Netz

Der Safer Internet Day am 11. Februar macht auf die Gefahren für Kinder und Jugendliche im Netz aufmerksam. Studien belegen, dass Heranwachsende immer häufiger mit problematischen Online-Inhalten konfrontiert sind. Die SozialstiftungNRW hat auf diese Entwicklung reagiert und fördert Modellprojekte zum sicheren Umgang mit dem Internet.

Wesel / Krefeld / Essen. 

Kinder und Jugendliche sind laut der jüngsten bundesweiten JIM-Studie rund 200
Minuten täglich online. Dort begegnen sie immer öfter Hassbotschaften oder Falschinformationen. Experten
warnen auch vor dem Verlust von Kreativität und persönlichen sozialen Interaktionen durch lange Online-Zeiten.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert deshalb, die digitale Kompetenz zu fördern, um die zunehmende
schädliche Social-Media-Nutzung bei Jugendlichen in den Griff zu bekommen. Genau dieses Ziel verfolgt die
SozialstiftungNRW mit einer Reihe von Modellprojekten im Rahmen ihres Sonderprogramms „Digitale Teilhabe
stärken – gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen“.

Digitaler Führerschein für Grundschulkinder im Kreis Wesel und in Krefeld

Schon Grundschulkinder sind immer häufiger problematischen Online-Inhalten ausgesetzt. „Wir beobachten,
dass schon junge Kinder viel Zeit in den Sozialen Medien verbringen und ohne Bewusstsein für die Gefahren
alles nachahmen, was sie dort zum Beispiel bei Influencern sehen“, sagt Uta Schumann von der Internationaler
Bund West gGmbH (IB West). Der Träger betreibt sechs OGS in Wesel, Moers, Dinslaken und Krefeld. Dort
startete im Januar das Modellprojekt „TESDIGO – Teihabe stärken – digital und gesellschaftlich an der OGS“. Es
fördert die Sicherheit von OGS-Kindern im Umgang mit Online-Angeboten und schult das pädagogische
Personal. Während der einjährigen Laufzeit können die Kinder einen digitalen Führerschein erwerben. In
Gruppenstunden sollen zum Beispiel Botschaften von Influencern kritisch beleuchtet werden, Fake News und
manipulierte Fotos enttarnt werden. Die SozialstiftungNRW unterstützt das Projekt mit knapp 100.000 Euro.

Kreativer Einsatz digitaler Medien im Essener Weigle-Haus

Das Evangelische Jugend Weigle-Haus e.V. in Essen erprobt mit einem Modellprojekt für Jugendliche aus
benachteiligten Verhältnissen, digitale Medien so einzusetzen, dass Kreativität und Gemeinschaft gefördert
werden. „Die Lebenswelt der Jugendlichen ist nun einmal digital geprägt“, erklärt Alexander Stief, Leiter des
Projekts „Kreative Content Creation mit Jugendlichen“. Ziel sei es deshalb, digitale Kompetenz zu vermitteln und
für die Gefahren zu sensibilisieren. Vor allem aber soll das Projekt den Jugendlichen zeigen, wie sie digitale
Medien kreativ und gemeinschaftsfördernd nutzen können, indem die digitale und die analoge Welt verknüpft
werden. Die Jugendlichen haben dazu Ideen für hybride Projekte mitentwickelt, die sie gemeinsam in der Gruppe
umsetzen. Etwa einen Film über ihren Stadtteil sowie Sportprojekte oder Comedyrunden, die als Video bearbeitet
werden. Die SozialstiftungNRW unterstützt das Projekt in Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt mit 14.400 Euro.

Neue Konzepte für mehr Sicherheit im Netz

„Wir brauchen dringend neue Konzepte, um Kinder und Jugendliche vor Gefahren im Netz zu schützen“, erklärt
der Ratsvorsitzende der SozialstiftungNRW, Marco Schmitz, MdL. Dazu trägt die SozialstiftungNRW mit ihrem
Sonderprogramm „Digitale Teilhabe stärken“ bei. Wir erwarten, dass diese beispielhaften Förderprojekte auch in
die Breite wirken.“

Der Safer Internet Day ist ein weltweiter Aktionstag für mehr Online-Sicherheit und für ein besseres Internet für
Kinder und Jugendliche. Er findet seit 2004 immer am Dienstag der zweiten Woche im Februar statt. In
Deutschland wird der Safer Internet Day von der EU-Initiative klicksafe koordiniert.

Die SozialstiftungNRW:

Die SozialstiftungNRW – mit gesetzlichem Namen Stiftung Wohlfahrtspflege NRW – ist eine Stiftung öffentlichen
Rechts des Landes Nordrhein-Westfalen. 1974 als Sozialstiftung gegründet, erhält sie jährlich 25 Millionen Euro
aus den Erlösen der Spielbanken in Nordrhein-Westfalen. Damit finanziert sie soziale Projekte der
gemeinnützigen Träger der freien Wohlfahrtspflege und ermöglicht die Umsetzung innovativer Ideen. Bis heute
hat sie rund 8.000 Vorhaben mit einer Fördersumme von rund einer Milliarde Euro unterstützt. Über die Auswahl der Projekte entscheidet der zehnköpfige Stiftungsrat. Er besteht zur Hälfte aus Parlamentariern, die vom NRW-
Landtag entsandt werden. Jeweils zwei Mitglieder stellen die Spitzenverbände in der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege NRW sowie die zuständigen Landesministerien.

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