Vom Steigerturm zum inklusiven Bürgerzentrum in Dortmund-Berghofen
Mehr erfahrenArbeiterwohlfahrt Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen erhält Zuwendung für die Ausstattung sowie für die Personal- und Sachausgaben des Quartiersmanagements in der ehemaligen Kreuzkirche Marl-Sinsen.
SozialstiftungNRW fördert Quartiersentwicklung in Marl-Sinsen mit insgesamt 413.000 €
Förderbescheid an den Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen übergeben
Der Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen startet mit dem Betrieb des Quartierszentrums in der ehemaligen Kreuzkirche in Marl-Sinsen. Für die Räumlichkeiten wird die Ausstattung beschafft und das Quartiersmanagement nimmt seine Tätigkeit auf. Die SozialstiftungNRW unterstützt das Projekt mit insgesamt 413.000 Euro.
Marl. Die ehemalige Kreuzkirche im Stadtteil Sinsen wurde 2017 entwidmet, so dass eine neue Nutzung möglich wurde. Der Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Westliches Westfalen hat die entwidmete Kirche mit Unterstützung der SozialstiftungNRW u.a. zu einem inklusiven Quartierszentrum umgebaut. Am Freitag übergab nun der Stiftungsratsvorsitzende der SozialstiftungNRW, Marco Schmitz MdL, dem AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen als Betreiber des Quartierszentrums die Förderbescheide über insgesamt 413.000 Euro. Die Förderung wurde für die Ausstattung sowie die Personal- und Sachausgaben des Quartiersmanagements für drei Jahre bewilligt.
„Wir freuen uns, die Ausstattung des inklusiven Quartierszentrums und das Quartiersmanagement mit 413.000 Euro zu fördern“, sagte Marco Schmitz bei der Übergabe des Förderbescheids. „Hier ist ein Quartierszentrum entstanden, das im Stadtteil Marl-Sinsen Treff- und Begegnungsmöglichkeiten schafft. Zusätzlich werden Beratungsangebote aufgebaut. Das inklusive, generationsübergreifende und interkulturelle Haus soll Raum für Kultur, Beratung, Unterstützung und Austausch bieten. Das Konzept des Quartierszentrums hat uns überzeugt. Gerne tragen wir mit der Förderung dazu bei, eine zentrale und barrierefreie Anlaufstelle im Stadtteil zu schaffen.“
Gemeinschaft schafft Lebensqualität
Mit der Förderung der SozialstiftungNRW können die Räume im Quartierszentrum mit Möbeln, Sitzgelegenheiten, Geschirr, Kursmaterialien und Technik ausgestattet werden, so dass ein umfangreiches Angebot für die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils möglich ist. Durch die Förderung der Personal- und Sachausgaben für das Quartiersmanagement für die Dauer von drei Jahren können die Begegnungs- und Beratungsangebote entwickelt, aufgebaut und nachhaltig verstetigt werden. Hierbei werden zuerst die Bedarfe der Bewohnerinnen und Bewohner erhoben, damit die gewünschten Maßnahmen dann umgesetzt werden können. Durch den Mix an vielseitigen Angeboten im Bereich Kultur, Beratung, Begegnung und Unterstützung sollen sich Menschen aller sozialer Schichten, unterschiedlicher Altersgruppen und Herkunft angesprochen fühlen.
Herr Uwe Hildebrandt, Geschäftsführer des AWO Bezirk Westliches Westfalen, freut sich sehr über die Förderung der Projekte durch die SozialstiftungNRW: „Wir freuen uns, dass wir mit Unterstützung der SozialstiftungNRW einen Ort der Begegnung in Marl-Sinsen geschaffen haben. Die Kreuzkirche ist ein außergewöhnliches Projekt, das sowohl den Menschen im Stadtteil als auch der AWO besonders am Herzen liegt. Vor allem unser Ortsverein mit seinem Vorsitzenden Peter Wenzel sowie die Vereine ,Sinsen lebt!` und ,Sinsener Art` haben dazu beigetragen, dass die Kreuzkirche erhalten geblieben ist und nun das Herzstück eines lebendigen Stadtteils bildet. Ein Quartiersmanager wird die Interessen der Menschen gezielt in den Blick nehmen. Das Projekt hat für uns einen hohen gesellschaftlichen Wert: In einer Zeit, in der Einsamkeit eine der größten Herausforderungen ist, wollen wir Menschen vernetzen und miteinander in Kontakt bringen. Das gilt selbstverständlich auch für die Mieterinnen und Mieter der Seniorenwohnungen, die der AWO Bezirk Westliches Westfalen auf dem Gelände gebaut hat, während er die Kreuzkirche renoviert hat. Unser Ziel ist es nun, Aktivitäten, Veranstaltungen und Angebote im Stadtteil zu verankern, die für jeden etwas zu bieten haben. Hand in Hand mit den Menschen im Quartier werden wir diesen Stadtteil in den nächsten Jahren weiter mit Leben füllen.“
Zum Hintergrund:
Informationen zur SozialstiftungNRW
Die SozialstiftungNRW – mit gesetzlichem Namen Stiftung Wohlfahrtspflege NRW – ist eine Stiftung öffentlichen Rechts des Landes Nordrhein-Westfalen. 1974 als Sozialstiftung gegründet, erhält sie jährlich 24,5 Millionen Euro aus den Erlösen der Spielbanken in Nordrhein-Westfalen sowie rund 1,1 Millionen Euro aus den Lotterie- und Wetteinnahmen. Damit finanziert sie soziale Projekte der gemeinnützigen Träger der freien Wohlfahrtspflege und ermöglicht die Umsetzung innovativer Ideen. Bis heute hat sie rund 8.700 Vorhaben mit einer Fördersumme von einer Milliarde Euro unterstützt. Über die Auswahl der Projekte entscheidet der zehnköpfige Stiftungsrat. Er besteht zur Hälfte aus Parlamentariern, die vom NRW-Landtag entsandt werden. Jeweils zwei Mitglieder stellen die Spitzenverbände in der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege NRW sowie die zuständigen Landesministerien.
Zuwendungsbescheid an den Pschosozialen Trägerverbund in Dortmund übergeben.
Fördermittel für Kontakt- und Beratungsstelle für Menschen mit psychischer Behinderung
SozialstiftungNRW unterstützt den Aufbau einer neuen Kontakt- und Beratungsstelle für Menschen mit psychischer Behinderung in Dortmund mit einer großzügigen Förderung in Höhe von 28.800 Euro.
Die SozialstiftungNRW fördert die Einrichtung und Ausstattung der Kontaktstelle in der Münsterstraße. Der Stiftungsratsvorsitzende der SozialstiftungNRW, Marco Schmitz, MdL, übergab der Psychosozialer Trägerverbund Dortmund GmbH, am Freitag den Förderbescheid über 28.800 Euro.
Dortmund. Mit den Mitteln werden dringend benötigte Einrichtungsgegenstände finanziert, die für den Betrieb der Anlaufstelle erforderlich sind. Die neue Einrichtung soll Betroffenen einen geschützten Raum bieten, in dem sie Unterstützung, Beratung und Möglichkeiten zur sozialen Teilhabe finden. Geplant sind regelmäßige Gesprächsangebote, Gruppenaktivitäten sowie Informations- und Hilfsangebote.
„Diese Förderung ist ein wichtiger Schritt, um Menschen mit psychischer Behinderung in Dortmund besser zu erreichen und zu unterstützen“, erklärte Marco Schmitz anlässlich der Übergabe des Förderbescheids. „Die Arbeit des Psychosozialen Trägerverbunds ist für unsere Gesellschaft unverzichtbar – insbesondere in einer Zeit, in der psychische Gesundheit mehr denn je in den Fokus rückt.“
Große Freude beim Psychosozialen Trägerverbund Dortmund
Hans Schröder, Prokurist des psychosozialen Trägerverbunds Dortmund, zeigte sich dankbar: „Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung. Sie ermöglicht es uns, unsere Räumlichkeiten zeitgemäß auszustatten, die den Bedürfnissen unserer Besucherinnen und Besucher gerecht wird. Unser herzlicher Dank gilt der SozialstiftungNRW für dieses Zeichen des Vertrauens und der Wertschätzung unserer Arbeit.“
Netzwerk für Betroffene und Angehörige
Die Kontakt- und Beratungsstelle ist Teil eines umfassenden Konzepts zur Verbesserung der psychosozialen Versorgung in der Region. Sie wird in enger Zusammenarbeit mit lokalen Einrichtungen arbeiten, um ein Netzwerk für Betroffene und Angehörige aufzubauen. Die neuen Räumlichkeiten sollen ein Ort der Begegnung und des Vertrauens sein – niedrigschwellig, barrierefrei und offen für alle.
Die SozialstiftungNRW:
Die SozialstiftungNRW – mit gesetzlichem Namen Stiftung Wohlfahrtspflege NRW – ist eine Stiftung öffentlichen Rechts des Landes Nordrhein-Westfalen. 1974 als Sozialstiftung gegründet, erhält sie jährlich 24,5 Millionen Euro aus den Erlösen der Spielbanken in Nordrhein-Westfalen sowie rund 1,1 Millionen Euro aus den Lotterie- und Wetteinnahmen. Damit finanziert sie soziale Projekte der gemeinnützigen Träger der freien Wohlfahrtspflege und ermöglicht die Umsetzung innovativer Ideen. Bis heute hat sie rund 8.700 Vorhaben mit einer Fördersumme von einer Milliarde Euro unterstützt. Über die Auswahl der Projekte entscheidet der zehnköpfige Stiftungsrat. Er besteht zur Hälfte aus Parlamentariern, die vom NRW-Landtag entsandt werden. Jeweils zwei Mitglieder stellen die Spitzenverbände in der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege NRW sowie die zuständigen Landesministerien.
SozialstiftungNRW fördert Modellprojekt zur Einsamkeits-Prävention bei Grundschulkindern
Aktuelle Studie belegt zunehmende Einsamkeit bei Kindern
SozialstiftungNRW fördert Modellprojekt zur Einsamkeits-Prävention bei Grundschulkindern
Mehr als jedes fünfte Kind im Grundschulalter leidet zumindest manchmal unter Einsamkeit. Das zeigen aktuelle Auswertungen des Deutschen Jugendinstituts. Die SozialstiftungNRW hat bereits auf das Problem zunehmender Einsamkeit bei Kindern und Jugendlichen reagiert. Mit dem Modellprojekt „INSPIRE YOUth“ setzt sie präventiv bei den Ursachen von Einsamkeit im Kindesalter an. Beteiligt sind elf Offene Ganztagsschulen in Trägerschaft der AWO im Westlichen Westfalen.
Düsseldorf/Herne/Bochum/Gelsenkirchen. (30.05.2025) Seit der Covid-Pandemie sind junge Menschen zu der am stärksten von Einsamkeit betroffenen Bevölkerungsgruppe geworden. Das belegten bereits verschiedene Studien. Die aktuelle Auswertung „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten“ des Deutschen Jugendinstituts (DJI) zeigt nun erstmals, dass schon 22 Prozent der fünf- bis elfjährigen Kinder betroffen sind. Ein bislang wenig beachtetes Problem, auf das die SozialstiftungNRW bereits reagiert hat. Mit dem Projekt „INSPIRE YOUth – Einsamkeitsprävention bei Kindern und Jugendlichen“ fördert die SozialstiftungNRW ein bislang einzigartiges Vorhaben mit 700.000 Euro. Umgesetzt wird das Projekt an insgesamt elf Offenen Ganztagsschulen (OGS) in Trägerschaft der AWO in Bochum, Gelsenkirchen und Herne. Da sozial schwächere Kinder nachweislich stärker von Einsamkeit betroffen sind, wurden für das Projekt gezielt OGS mit einem hohen Schulsozialindex ausgewählt.
Ganzheitliches Konzept gegen Einsamkeit
„Wir setzen mit dem Projekt schon im Grundschulalter an, um die Kinder präventiv mit einem guten Rüstzeug gegen Einsamkeit auszustatten“, erklärt Muna Hischma, Abteilungsleitung Soziales bei der AWO im Westlichen Westfalen. „INSPIRE YOUth“ ist ein ganzheitliches Konzept, das mit gemeinsamen Aktivitäten gezielt die sozialen und emotionalen Kompetenzen der Kinder sowie den Zusammenhalt stärkt. Die Kinder lernen zum Beispiel durch Übungen, sich besser in andere hineinzuversetzen, anderen zuzuhören und Ausgrenzung zu vermeiden. So kann etwa durch Rollenspiele die Fähigkeit gefördert werden, die Perspektive zu wechseln. Zudem werden die Selbstwahrnehmung und der Umgang mit eigenen Gefühlen verbessert, zum Beispiel durch Tagebuchschreiben. Auch die pädagogischen Fachkräfte, Ehrenamtlichen und Eltern werden einbezogen, um die Kinder dabei zu unterstützen, Freundschaften zu schließen. Die Entwicklung des Projekts wurde durch die Stabsstelle „Einsamkeit“ der Staatskanzlei der Landesregierung angestoßen. Zum Abschluss des dreijährigen Projekts werden Empfehlungen für die Einsamkeitsprävention von Kindern und Jugendlichen entwickelt, die OGS und anderen Einrichtungen landesweit zur Verfügung stehen sollen.
Zahlen in NRW belegen Handlungsbedarf
Die SozialstiftungNRW investiert mit der Förderung des Projekts gezielt in die Prävention. Bereits 2023 hatte eine von der Landesregierung NRW in Auftrag gegebene Studie ergeben, dass 3,7 bis 11,1 Prozent der jüngeren Jugendlichen im Land stark einsam sind. Bei den älteren Jugendlichen und jungen Erwachsenen steigt dieser Wert auf 16,3 bis 18,5 Prozent. Nimmt man diejenigen hinzu, die zumindest gelegenlich mit Einsamkeit kämpfen, dann sind mehr als die Hälfte der Jugendlichen betroffen. „Diese Zahlen belegen, wie wichtig es ist, Einsamkeit bei Kindern frühzeitig zu begegnen“, betont der Stiftungsratsvorsitzende der SozialstiftungNRW, Marco Schmitz, MdL. „Einsamkeit birgt nicht nur ernsthafte Risiken für die körperliche und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Sie erschwert auch den beruflichen Einstieg junger Menschen. Mit ‚INSPIRE YOUth‘ fördert die SozialstiftungNRW ein Projekt, das modellhaft Lösungen für dieses Problem entwickelt.“
Zum Hintergrund:
Informationen zur SozialstiftungNRW
Die SozialstiftungNRW – mit gesetzlichem Namen Stiftung Wohlfahrtspflege NRW – ist eine Stiftung öffentlichen Rechts des Landes Nordrhein-Westfalen. 1974 als Sozialstiftung gegründet, erhält sie jährlich 24,5 Millionen Euro aus den Erlösen der Spielbanken in Nordrhein-Westfalen sowie rund 1,1 Millionen Euro aus den Lotterie- und Wetteinnahmen. Damit finanziert sie soziale Projekte der gemeinnützigen Träger der freien Wohlfahrtspflege und ermöglicht die Umsetzung innovativer Ideen. Bis heute hat sie rund 8.700 Vorhaben mit einer Fördersumme von einer Milliarde Euro unterstützt. Über die Auswahl der Projekte entscheidet der zehnköpfige Stiftungsrat. Er besteht zur Hälfte aus Parlamentariern, die vom NRW-Landtag entsandt werden. Jeweils zwei Mitglieder stellen die Spitzenverbände in der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege NRW sowie die zuständigen Landesministerien.
Aktiv mit Mehrfachbehinderung
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Mehr erfahrenSternenkinder: Leitfaden soll erstmals Standards für Unterstützung der Familien bieten
Jedes Jahr erleben viele Familien das schmerzhafte Schicksal einer Tot- oder Fehlgeburt. Viele Betroffene leiden nicht nur unter der emotionalen Belastung, sondern haben auch ganz praktische Fragen. Häufig finden die Betroffenen aber nicht die Hilfe, die sie brauchen. Ein von der SozialstiftungNRW gefördertes Projekt will das nun ändern.
Essen / Köln. In Deutschland steigt die Zahl der Totgeburten seit 2010 kontinuierlich an. Damals gab es etwa 3,6 Totgeburten pro 1.000 Geburten, im Jahr 2022 waren es bereits 4,4 pro 1.000. Hinzu kommt eine unbekannte Zahl von Fehlgeburten, die oft im Verborgenen bleiben. Eltern, die ein sogenanntes Sternenkind verlieren, werden bisher nicht immer ausreichend unterstützt, weil ihre Bedarfe nicht erkannt oder bestehende Angebote nicht vernetzt sind. Ein Modellprojekt am Elisabeth-Krankenhaus in Essen will nun erstmals in Nordrhein-Westfalen einen Leitfaden entwickeln, um die Begleitung betroffener Familien zu verbessern. Die SozialstiftungNRW fördert das Vorhaben mit 692.900 Euro.
Häufige Lücken in der Versorgung
"Der Verlust eines Sternenkindes trifft Familien ins Mark. Viele Mütter und Väter fühlen sich in dieser schweren Zeit allein gelassen, weil passende Hilfen fehlen oder nicht vernetzt sind. Das geförderte Projekt setzt genau hier an. Es schafft verlässliche Strukturen, die Familien nicht nur medizinisch, sondern auch menschlich und psychologisch begleiten. Als SozialstiftungNRW wollen wir dazu beitragen, dass betroffene Eltern endlich die Unterstützung bekommen, die sie wirklich brauchen", erklärt der Vorsitzende des Stiftungsrates der SozialstiftungNRW, Marco Schmitz, MdL.
"Erst vor gut einem Monat hat der Bundestag den Mutterschutz für Frauen ausgeweitet, die eine Fehlgeburt erlitten haben. Die SozialstiftungNRW geht nun einen Schritt weiter und treibt mit der Förderung des Projekts am Essener Elisabeth-Krankenhaus die bessere Betreuung und Versorgung dieser Frauen und ihrer Familien voran."
"Es gibt zwar bereits punktuell Unterstützungsangebote", erklärt Dr. Daniela Reitz, Chefärztin der Frauenklinik am Elisabeth-Krankenhaus. "Doch weil es an klaren Standards und Netzwerken fehlt, entstehen oft Lücken in der Versorgung. Wir wollen deshalb allen beteiligten Berufsgruppen eine Orientierungshilfe bieten, die eine nahtlose Begleitung von Familien mit Sternenkindern ermöglicht."
Leitfaden soll die Bedürfnisse Betroffener berücksichtigen
Für Eltern von Sternenkindern ist es nach dem Verlust ihres Kindes häufig schwierig, die passenden Unterstützungsangebote zu finden. Das beginnt beispielsweise bei akuter psychologischer Hilfe über die Beratung bei den oft sehr komplexen Fragen rund um die Beisetzung des Sternenkindes bis hin zur Suche nach speziellen Rückbildungskursen nach Fehlgeburten. Fehlende Hilfe kann für die Betroffenen sowohl körperliche als auch psychische Langzeitfolgen haben. Im Rahmen des Projekts sollen zunächst Betroffene befragt, deren Bedürfnisse ermittelt sowie die derzeitige Versorgungslage analysiert werden. Daraus soll ein modellhafter Leitfaden entwickelt werden, der auch für andere Kliniken nutzbar ist.
Das Projekt, das im August starten soll, läuft über 28 Monate. In dieser Zeit werden Experten aus verschiedenen Bereichen zusammenarbeiten. Die wissenschaftliche Begleitung übernehmen das Institut für Gesundheitsökonomie und klinische Epidemiologie (IGKE) und das Institut für Hebammenwissenschaft (IH) der Universität Köln.
Weitere Informationen zum Projekt Sternenkinder finden Sie auf dieser Website:
https://sternenkinder.uni-koeln.de/
Zum Hintergrund:
Informationen zur SozialstiftungNRW
Die SozialstiftungNRW – mit gesetzlichem Namen Stiftung Wohlfahrtspflege NRW – ist eine Stiftung öffentlichen Rechts des Landes Nordrhein-Westfalen. 1974 als Sozialstiftung gegründet, erhält sie jährlich 24,5 Millionen Euro aus den Erlösen der Spielbanken in Nordrhein-Westfalen sowie rund 1,1 Millionen Euro aus den Lotterie- und Wetteinnahmen. Damit finanziert sie soziale Projekte der gemeinnützigen Träger der freien Wohlfahrtspflege und ermöglicht die Umsetzung innovativer Ideen. Bis heute hat sie rund 8.700 Vorhaben mit einer Fördersumme von einer Milliarde Euro unterstützt. Über die Auswahl der Projekte entscheidet der zehnköpfige Stiftungsrat. Er besteht zur Hälfte aus Parlamentariern, die vom NRW-Landtag entsandt werden. Jeweils zwei Mitglieder stellen die Spitzenverbände in der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege NRW sowie die zuständigen Landesministerien.
Caritasverband Paderborn e.V. erhält Zuwendung für die Ausstattung des Inklusionszentrum St. Christophorus
Förderbescheid an den Caritasverband Paderborn e.V. übergeben
Die Erstausstattung des Inklusionszentrums St. Christophorus orientiert sich am Ziel der gleichberechtigten Teilhabe aller Kinder – unabhängig von Förderbedarfen – und fördert ein gemeinsames Aufwachsen in einer inklusiven Umgebung. Der Stiftungsratsvorsitzende der SozialstiftungNRW, Marco Schmitz, MdL, übergab am Mittwoch in Paderborn den Förderbescheid an den Caritasverband Paderborn e.V.
Paderborn. Das Inklusionszentrum St. Christophorus ist als zentrale Einrichtung für inklusive Dienste und Angebote für Familien mit Kindern mit und ohne Förderbedarf konzipiert. Unter einem Dach vereinen sich fünf eng miteinander verzahnte Bereiche: eine inklusive Kindertageseinrichtung, eine interdisziplinäre Frühförderstelle, therapeutische Angebote, ein Familienzentrum mit niedrigschwelligen Angeboten für alle Familien im Sozialraum sowie Beratende Dienste in Form von z. B. offene Sprechstunden der Erziehungsberatung.
Das Zentrum verfolgt damit ein ganzheitliches Konzept, das sowohl pädagogisch-fachlich, als auch baulich umgesetzt wird. Die verschiedenen Dienste arbeiten interdisziplinär zusammen, was nicht nur Synergieeffekte erzeugt, sondern Familien im Sozialraum eine zentrale Anlaufstelle bietet.
Die Erstausstattung orientiert sich am Ziel der gleichberechtigten Teilhabe aller Kinder und bietet damit die Möglichkeit, Kinder mit und ohne Behinderungen gleichberechtigt zu fördern und gemeinsames Aufwachsen und Entwickeln zu ermöglichen. Insbesondere Kinder mit Behinderungen sollen frühzeitig Selbstständigkeit, soziale Teilhabe und Handlungskompetenz entwickeln. Die Ausstattung des Zentrums ist daher konsequent barrierefrei und inklusiv gestaltet: Tische und Waschtische sind unterfahrbar, Spielgeräte wie Schaukeln sind für Kinder mit und ohne Behinderung nutzbar, Spiellandschaften sind taktil, visuell und motorisch anregend gestaltet. Auch die Außenanlagen folgen diesem Anspruch – etwa durch barrierefreie Wege, unterfahrbare Hochbeete, Rampen und integrative Spielgeräte.
"Wir freuen uns, das Inklusionszentrum mit 251.500 Euro zu fördern“, sagte Marco Schmitz bei der Übergabe des Förderbescheids. „Inklusion bedeutet, allen Kindern die Chance zu geben, gemeinsam zu wachsen, voneinander zu lernen und ihre einzigartigen Fähigkeiten zu entfalten."
Patrick Wilk, Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes Paderborn e.V. sagte: "Das Inklusionszentrum St. Christophorus möchte allen Kindern – mit und ohne Förderbedarf – eine bestmögliche Betreuung und Unterstützung bieten. Die Förderung der Stiftung Wohlfahrtspflege ermöglicht die Refinanzierung der inklusiven Ausstattung, damit Teilhabe und Chancengleichheit schon bei den Jüngsten unserer Gesellschaft gelingen kann."
Zum Hintergrund:
Informationen zur SozialstiftungNRW
Die SozialstiftungNRW – mit gesetzlichem Namen Stiftung Wohlfahrtspflege NRW – ist eine Stiftung öffentlichen Rechts des Landes Nordrhein-Westfalen. 1974 als Sozialstiftung gegründet, erhält sie jährlich 24,5 Millionen Euro aus den Erlösen der Spielbanken in Nordrhein-Westfalen sowie rund 1,1 Millionen Euro aus den Lotterie- und Wetteinnahmen. Damit finanziert sie soziale Projekte der gemeinnützigen Träger der freien Wohlfahrtspflege und ermöglicht die Umsetzung innovativer Ideen. Bis heute hat sie rund 8.700 Vorhaben mit einer Fördersumme von einer Milliarde Euro unterstützt. Über die Auswahl der Projekte entscheidet der zehnköpfige Stiftungsrat. Er besteht zur Hälfte aus Parlamentariern, die vom NRW-Landtag entsandt werden. Jeweils zwei Mitglieder stellen die Spitzenverbände in der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege NRW sowie die zuständigen Landesministerien.
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Zuwendungsbescheid an die Verbund Katholischer Altenhilfe Paderborn e.V. übergeben
Förderbescheid an den Verbund Katholischer Altenhilfe Paderborn e.V. übergeben
Der geplante Quartierstreff wird in das Bauvorhaben Hospiz- und Palliativzentrum Pauline integriert. Ziel dieser räumlichen Konzeption ist es, die Themen Sterben und Tod weiter zu enttabuisieren und das gesellschaftliche Bewusstsein für einen offenen Umgang damit zu stärken.
Paderborn. In dem geplanten Bauvorhaben soll der Quartierstreff "LebensWert" verwirklicht werden und ein niedrigschwelliges Angebot bieten, das sich an ältere und schwerstkranke Menschen sowie deren Angehörige richtet, die sich in schweren Lebenslagen befinden. Mitten im Quartier, gut erreichbar und offen für alle, soll ein geschützter Raum entstehen, in dem Menschen, die sich in schwierigen Situationen befinden, neue Perspektiven finden können. Der Stiftungsratsvorsitzende der SozialstiftungNRW, Marco Schmitz, MdL, übergab am Mittwoch in Paderborn den Förderbescheid an den Verbund Katholischer Altenhilfe Paderborn e.V.
Ziel der späteren Quartiersarbeit ist es, die Lebensqualität und die Lebensbindung der Betroffenen nachhaltig zu stärken, sie in akuten Krisen zu begleiten, Einsamkeit zu lindern und soziale Isolation gezielt zu verringern. Dabei wird ein sozialraumorientierter, quartiersoffener Ansatz verfolgt, welcher eng in die lokale Gemeinschaft in Paderborn eingebunden werden soll.
"Mit der Förderung dieses Quartierstreffs möchten wir dazu beitragen, dass Menschen in schwierigen Lebensphasen nicht allein bleiben", sagte Marco Schmitz bei der Übergabe des Förderbescheids. "Ein offener und würdevoller Umgang mit den Themen Sterben und Tod ist essenziell für ein mitfühlendes Miteinander. Der neue Treffpunkt, der von der SozialstiftungNRW mit 179.000 Euro gefördert wird, kann ein Ort der Begegnung und des Trostes werden – mitten in der Gesellschaft."
Der Träger der Einrichtung möchte ein stabiles Netzwerk aus Ehrenamtlichen, lokalen Organisationen und sozialen Diensten aufbauen, um die Nachhaltigkeit der Maßnahme im sozialen Umfeld sicherzustellen. "Die Verfügbarkeit von Hilfe in Lebenskrisen darf kein Zufall sein", so Timo Halbe, Vorstand des VKA Paderborn e.V. "Sie muss da sein, wo die Menschen leben. Dort, wo Verzweiflung leise, aber lebensbedrohlich wird. Dort, wo ein ehrliches Gespräch, ein geschulter Ansprechpartner, eine offene Tür den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten kann."
Marek Konietzny, Sprecher der Geschäftsführung im VKA, führt im Weiteren aus: "Weil der erste, oft wichtigste Schritt aus einer suizidalen Krise nicht ein Kliniktermin in zwei Monaten ist, sondern ein Mensch, der zuhört, ein Ort, der erreichbar ist, ein Gesicht, das Vertrauen schenkt, eine Tür, die offensteht – hier und jetzt".
Zum Hintergrund:
Informationen zur SozialstiftungNRW
Die SozialstiftungNRW – mit gesetzlichem Namen Stiftung Wohlfahrtspflege NRW – ist eine Stiftung öffentlichen Rechts des Landes Nordrhein-Westfalen. 1974 als Sozialstiftung gegründet, erhält sie jährlich 24,5 Millionen Euro aus den Erlösen der Spielbanken in Nordrhein-Westfalen sowie rund 1,1 Millionen Euro aus den Lotterie- und Wetteinnahmen. Damit finanziert sie soziale Projekte der gemeinnützigen Träger der freien Wohlfahrtspflege und ermöglicht die Umsetzung innovativer Ideen. Bis heute hat sie rund 8.700 Vorhaben mit einer Fördersumme von einer Milliarde Euro unterstützt. Über die Auswahl der Projekte entscheidet der zehnköpfige Stiftungsrat. Er besteht zur Hälfte aus Parlamentariern, die vom NRW-Landtag entsandt werden. Jeweils zwei Mitglieder stellen die Spitzenverbände in der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege NRW sowie die zuständigen Landesministerien.