SozialstiftungNRW fördert Ausstattung für Menschen mit Behinderung in einem inklusiven Wohnhaus
Förderbescheid an Troxler-Haus Wuppertal e.V. übergeben
Der Troxler-Haus e.V. hat in Wuppertal ein Wohnhaus für Menschen mit und ohne Behinderung gebaut. Für die Gemeinschaftsflächen, die als Begegnungsmöglichkeit für die Menschen mit Behinderung dienen, wird die Ausstattung beschafft. Die SozialstiftungNRW unterstützt das Projekt mit 92.900 Euro.
Wuppertal.
In der Spitzenstraße ist ein neues Wohngebäude entstanden, in dem 24 Menschen mit Behinderung in eigenen Appartements ein Zuhause finden. Außerdem befinden sich zusätzlich vier frei vermietbare Wohnungen in dem neuen Haus. Die SozialstiftungNRW hat bereits den Außenbereich mit Erlebnisgarten gefördert. Am Mittwoch übergab nun der stellvertretende Stiftungsratsvorsitzende der SozialstiftungNRW, Josef Neumann MdL, dem Troxler-Haus Wuppertal e.V. als Bauherrn den Förderbescheid über 92.900 Euro für die Ausstattung.
„Wir freuen uns, die Ausstattung der Gemeinschaftsflächen sowie die technischen Einbauten an dem neuen Haus mit 92.900 Euro zu fördern“, sagte Josef Neumann bei der Übergabe des Förderbescheids. „Hier entstehen Treffpunkte zur gemeinsamen Freizeitgestaltung und die technische Ausstattung bietet mehr Selbstbestimmung, Sicherheit und Schutz der Privatsphäre. Das Wohnhaus an der Spitzenstraße trägt dazu bei, dass hier in Wuppertal Menschen mit Behinderung weitestgehend selbständig leben und wohnen können. Das entstandene Konzept des inklusiven und barrierefreien Wohnens hat uns überzeugt. Gerne tragen wir mit der Förderung zur Verbesserung der individuellen Lebenssituation bei.“
Cornelia Weskamp, Geschäftsführerin des Troxler-Hauses Wuppertal e.V. sagte: „Wir sind dankbar für die Förderung der SozialstiftungNRW. Die Förderung ermöglicht es uns, die Lücke zu schließen, die seit der Reform des Bundesteilhabegesetzes in der Finanzierung für Menschen mit Unterstützungsbedarf klafft. Die Reform hat zur Folge, dass Menschen mit Behinderung nicht nur selbstbestimmt leben können, sondern auch selbst verantwortlich für die Finanzierung sind, ohne dass ihnen der Gesetzgeber die notwendigen Mittel dafür zur Verfügung stellt. Mit den Stiftungsmitteln können wir die Ausstattung in dem neuen Wohnhaus Spitzenstraße ansprechend und technisch barrierefrei ausstatten.“
Gemeinschaft schafft Lebensqualität
Mit der Förderung der SozialstiftungNRW können u. a. eine auch mit einem Rollstuhl unterfahrbare Kücheneinrichtung, ein großer Essbereich sowie Balkon- und Terrassenmöbel beschafft werden. Die Räumlichkeiten bieten Fläche für gemeinsames Spielen, Lesen, Fernsehen, Reden – für Begegnung und Austausch. Die zusätzliche technische Ausstattung wie eine Rufanlage oder elektronische Türantriebe trägt den Sicherheits- und Schutzbedürfnissen der Menschen mit Behinderung Rechnung.
Zum Hintergrund:
Informationen zur SozialstiftungNRW
Die SozialstiftungNRW – mit gesetzlichem Namen Stiftung Wohlfahrtspflege NRW – ist eine Stiftung öffentlichen Rechts des Landes Nordrhein-Westfalen. 1974 als Sozialstiftung gegründet, erhält sie jährlich 24,5 Millionen Euro aus den Erlösen der Spielbanken in Nordrhein-Westfalen sowie rund 1,1 Millionen Euro aus den Lotterie- und Wetteinnahmen. Damit finanziert sie soziale Projekte der gemeinnützigen Träger der freien Wohlfahrtspflege und ermöglicht die Umsetzung innovativer Ideen. Bis heute hat sie rund 8.700 Vorhaben mit einer Fördersumme von einer Milliarde Euro unterstützt. Über die Auswahl der Projekte entscheidet der zehnköpfige Stiftungsrat. Er besteht zur Hälfte aus Parlamentariern, die vom NRW-Landtag entsandt werden. Jeweils zwei Mitglieder stellen die Spitzenverbände in der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege NRW sowie die zuständigen Landesministerien.